Kubus zum Quadrat #kuma_bepart

Der neue Anbau der Kunsthalle Mannheim ist fast fertig. Irgendetwas muss noch nachjustiert werden, deshalb wird sie gleich wieder geschlossen. Vernünftig. Besser so, als gehudelt und immer wieder zu und auf. Es wird nicht mehr gelautert und gelocht!
Ich war in Heidelberg im Kurpfalzmuseum und auf dem Weihnachtsmarkt, könnt ihr hier lesen.
Ich wollte ja das Format „Weihnachtsmarkt & Museum“ weiterführen.
Am Bismarckplatz , auf dem Heimweg sollte ich 23 Min auf die 5 nach Viernheim warten.
Ich hatte ja schon beschlossen (siehe den Heidelbergpost) das Lobdengau-Museum in Ladenburg noch zu besuchen fiel mir ein und das wollte ich am Tag darauf machen. Der Bundespräsident und die Promis würden um kurz vor 9 wohl weg sein. Der 3. Advent nahte ja schon.
Nahm ich eben die 5 gen Mannheim. Es wurde also eine volle Rundfahrt. Die Kunsthalle hat ja eine eigene Haltestelle. Denkste. Aus irgendwelchen Gründen fuhr die Bahn als E ab HBF zur SAP-Arena. Die Götter des RNV wissen warum. Also lief ich durch die Planken, vom Paradeplatz aus. Ein Blick hatte genügt: Der Weihnachtsmarkt auf den Kapuzinerplanken war voll. Wahrscheinlich auch die Besucher.

Mannheimer Planken, Richtung Wasserturm zum Weihnachtsmarkt D Planken ie sind bis zum 8.1. mal keine Baustelle #seufz
Also hetzte ich gen Weihnachtsmarkt am Wasserturm
Eingang Mannheimer Weihnachtsmarkt
Der Weihnachtsmarkt ist längst nicht so stimmungsvoll, wie der Heidelberger, nur der Wasserturm dient als Kulisse, das Jugendstil-Ensemble wird durch ihn auch ziemlich verstellt. So sieht das normal aus.
#lustradeln mit Jugendstil

Das macht den Mannheimern aber nix aus. Sie feiern trotzdem und meist friedlich.
Ich ergatterte noch Futterage und einen Bio-Glühwein (weiß) vom Winzer. (Der ist nicht so süß, hier steht Zucker… Aber deswegen nehm‘ ich ja den.) „Carpe diem“ war dann ein gutes Zitat für diese Tag.
Weißer Bio-Glühwein auf dem Mannheimer Weihnachtsmarkt.

Direkt nebenan dann die Kunsthalle.
Neuer Anbau der Kunsthalle Mannheim des Nachts im Dezember 2017.
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Kelten, Römer, Franken im Lobdengau

Lobdengau? Guck hier. Mit der Hauptstadt Ladenburg.
Zum zweiten mal verschätzte ich mich gewaltig, war unvorbereitet. Ich sagte es ja bereits, ich wollte ins Lobdengau-Museum. Hätte ich mir die Website besser angeschaut, hätte, hätte. Das ist kein kleines Museum. Das sind 5 Stockwerke. In Ladenburg. 7 km entfernt. Wie oft fuhr ich schon mit dem Rad hin auf einen Kaffee, ein Bier, als Station auf dem Weg nach Schwetzingen oder Heidelberg. Steht ja auch hier im Blog. Ich las sogar schon in Ladenburg – guck: „Verletzte Seelen“. Vielleicht sollten die Ladenburger in die Social-Media-Welt einsteigen und von ihren Schätzen erzählen…Ich war schon in dem Museum, vor Urzeiten, irgendwie hat etwas nicht gepasst, es war sehr heiß.
Aber jetzt: Was für eine partizipative Museumspädagogik!

Schüler kuratieren Museum

Das sieht dann so aus:
Wandbeschschriftung im Lobdengau-Museum
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Wittelsbacher, Mithras, Weihnachtsmarkt

Seit Jahren will ich schon in dieses Museum, aber zumeist bin ich in Heidelberg mit dem Rad unterwegs und das Kurpfälzische Museum liegt mitten in der Fußgängerzone. In Heidelberg sind selbst Radparkplätze knapp, also ließ ich es. Wie dumm von mir.

Portal des Kurpfälzischen Museums Heidelberg

Eigentlich wollte ich nur meine Reihe Weihnachtsmarkt und Museum fortsetzen. In Frankfurt war ich ja schon. Ursprünglich hatte ich eine Main-Museums-Reise geplant (Hanau, Aschaffenburg), aber da lockte auch Karlsruhe mit der Cézanne-Ausstellung und die Kunsthalle in Mannheim sollte auch eröffnet werden. Aber ich hatte für weite Ausflüge mit der Bahn keine Lust. Das dauert im immer nach dem Fahrplanwechsel, bis alles läuft. Also setzte ich mich in die Straßenbahn und fuhr eben erst Heidelberg, dann Mannheim an. Die volle Rundfahrt. Ich hatte für Heidelberg zwei Stunden eingeplant. Ich blieb bis mich die Stimme des Museums zum gehen drängte und sah nicht alles! Ich werde wohl mit einer Fachfrau dereinst wiederkommen. Wittelsbacher, Mithras, Weihnachtsmarkt weiterlesen

Römerglanz, Paul und Museen

tl;dr
Ich war auf dem Weihnachtsmarkt in Frankfurt.
Und in Museen. Das beschreibe ich aber im Hauptblog! Dieses Jahr gibt es Museen und Weihnachtsmärkte, die ganz nahe dabei liegen von den Nebenflüssen des Rheins. Main und Neckar, also alle wieder aus unseren zwei Metropolregionen Rhein-Neckar und Rhein-Main. Für uns HP-Menschen.
(Zum Beitragsbild: In letzter Zeit nehme ich ja gerne Plakate von Ausstellungen mit. Originalbilder dieser Klasse könnte ich mir ja nicht leisten, wohl aber Originalplakate, gell! Aber bei Schneegestöber damit über den Weihnachtsmarkt zu traben macht keinen Spaß, also gab es Magnetbildchen für den Kühlschrank. Hier die von der Schirn! Die Sammlung dort wächst auch. Die Milch im Inneren, samt Eiern und Riesling sind schwer beeindruckt! Ja, das sind sehr oft Weinachtsmärkte!)
Laut Eigenaussage ist der Frankfurter Markt einer der bedeutendsten in dieser unserer Republik, deren Haupstadt sie ja nicht wurde, schade eigentlich. Nun ja. Er hat schon was.

Lichtermeer auf dem Weihnachtsmarkt in Frankfurt. Die Bürgerhäuser wurden extra neu wiedergebaut, so als Kulisse. :)
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Wege zu Hildegard, uralt dort in Rüdesheim.

(Eine lyrische Assoziation auf der Heimfahrt dazu gibt es hier.)

Auf zum #hildegardwalk… Nein, nicht wieder umdrehen! Das ist St. Hildegard in Viernheim. #schlafzimmerblick

Eigentlich hätte ich nur aus dem Fenster gucken müssen um St. Hildegard zu sehen, aber Rüdesheim lockte. Clia Vogel hatte zum „Kultur-Blog-Walk im Rheingau“ eingeladen. Im Nachgang zur Blogparade „Mein Sommer: Zwischen Brotjob, Kultur und Ferien“ Ich schrieb dazu: „Als der Sommer 17 wurde.“
Rüdesheim also. Nicht, wie der Burgenblogger, der die klassische Tour durch die Drosselgasse zur Germania bebloggte, wir wollten den Hildegardweg #blogwandeln.
Im Uraltland #hildegardwalk

Zu Fünft waren wir schlussendlich.

Die Kultur-Walker in Rüdesheim am Hildegardweg
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Der schönste Park Deutschlands! Ladenburg, mon amie.

tl;dr Ich war in Ladenburg. Achtung, gaaanz langer Beitrag!


Liebe Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, das ist ist der versprochene Blogpost. Dieses #wirziehnfallera. stammt vom Grünprojekt von 2005 in Ladenburg! (Siehe Kommentar auf Instagram, ins Bild klicken… :) ) Da hat jemand bewusst die Landschaft verändert und bietet jetzt „Alte Ansichten“ gegen „Neu Geschaffenes“ zur Ansicht an. Mehr dazu später.

Durchblickstationen #wirziehnfallera

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„Durchblick“-Tafel im „Grünen Ring“. Ladenburg.

Ladenburg. Keine Strecke. 10 km. Nachbarstadt des Nachbardorfs. Da fahre ich sonst hin, um einen Kaffee zu trinken, ein Bier zu nehmen, einzukaufen, Spargel zu jagen. Als Jugendliche mal hin ins Schwimmbad. Auch schon zur Finnisage gelesen. Man kennt sich aus. Ach?
Im März twitterte ich z.B. auf dem Weg von Heidelberg kommend…


Der kürzeste Weg zum Neckar, durch Mannheimer Gemarkung, Heddesheimer, Ladenburger.. Der Blick zurück auf die Bergstraße, Stromtrassen….

Wolken stromern gen' Berge. Die Burg blickt hinab. #heddesheim

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Die 5a des RNV von MA HBF gen Heddesheim quert.

Straßenbahn im Maisfeld #5a

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Ladenburg mit seinen 11000 Einwohner hat viele Facetten. Am Neckarkanal, reiner Schiffahrtsweg, der sich an der Schleuse abspaltet, die Industrie. Ja, die Firmen kenne ich auch von Innen, schon Jahrzehnte her. Chemie, was sonst…

Neue Burgenromantik am Neckar.

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Kunst, Twitter und der Odenwald

Irgendwo hatte mich Dagmar, die Geschichtenagentin auf die Ausstellung „Alltagsmenschen“ in Mosbach (Baden) aufmerksam gemacht. Sie war schon vor Ort, auf Instagram beurkundet. Ich hatte das ganz vergessen. Die @odenwaelderin aka Landlebenblog hatte das ja schon im Juni auf Facebook bebildert!

Alla donn!

Es scheint immer dringlich im September, wenn der Herbst dem Sommer mit Schauern droht. Ganz schnell muss man noch dies und das und überhaupt machen und tun und ich eben gen Mosbach bahnen. Mit der S4 des VRN, der S41 des KVV, einem RE 12066 der DB Regio. Ach, die 5 des RNV natürlich. Dem Neckar entlang. Ich war ja erst im Februar da, in Mosbach.

Selfie

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Es ist eine interessante Ausstellung. Skulpturen von Christel Lechner. Gut kuratiert, inszeniert, in die mittelalterliche Altstadt integriert. Die Skulpturen sind hinterfotzig. Sie karikieren ohne Comedy zu sein, liebenswürdig und doch verdreht, als ob Loriot Pate wäre. Sie passen so stark in die Umgebung, sind Alltag, dass man manchmal Mühe hat sie zu finden, obwohl man schon x-mal daran vorbei gelaufen war. Ich hörte auch niemanden meckern. Die Menschen lächeln die Figuren an, Kinder spielen sofort mit ihnen, als wären es Kaufhauspuppen zur Weihnacht.

Christel Lechner "Reise nach Jerusalem" #alltagsmenschen

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Vinum delectat et laetitiat cor hominum

oder der Besuch im Rieslingimperium der Zisterzienser.
(Oben: Spruch auf einer der historischen Kelterpressen im Kloster Eberbach. „Der Wein erfreut und erheitert das Herz des Menschen“ )
Es war wahrscheinlich der letzte heiße Tag des Sommers 2017 am 29.8.
Meine Rheintour stand schon lange auf dem Programm und dann gab es noch die Blickachsen. Skulpturen. Aber auf Bad Homburg hatte ich keine Lust. Vielleicht kommt sie noch…
Aber Kloster Eberbach hätte was. Ich erwähnte es ja im Fürstenlager Post.
Also: Mit der Bahn nach Nierstein, mit dem Rad den Rhein entlang nach Mainz, dann via Biebrich gen Eltville. Eine der interessantesten Radtouren, vor allem so kurz vor der Weinernte…

Rote Trauben am Roten Hang.


In Nierstein dann mein neuestes Studienobjekt angewandt: Die Vongsparche.

I bimms. Vong #niceigkeit exträmm #roihess #weckworschtwoi

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Weg durch die Wingerte bei Nierstein

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529 Bingen und die Kultur in den Gärten

Rheinkilometer 529 Bingen.

Bingen. Ewig im Zug daran vorbei gedonnert. Hier beschrieben. Selbst bei meiner Radtour durch das Mittelrheintal nur aus der Bahn gestiegen und die Fähre nach Rüdesheim benutzt.
Im Mai dann ein Tipp von der Schirn:
Screenshot eines Schir-Tweets. Klick geht zum Original.

Wenn die Schirn das sagt! Ich notierte das. Dann bloggte der Burgenblogger:
Screenshot eines Burgenbloggertweet. Klick führt zum Original

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Kreisen vom Odenwald zum Rin

Altes neu betrachten. Gedanken kreisen lassen. Hatte ich im vorletzten Artikel ja besprochen. Zuerst dachte ich auch daran Viernheim zu bereisen, zu deuten. So wie hier. Im Dialekt, lyrisch, vertont.

Uhne Ferz mit „Vänne“.

Aber dazu hab‘ ich im Augenblick keine Lust. Es gibt nichts besonderes hier. Würde ich über Viernheim schreiben, käme eine Art „Thomas Bernhard Geknatsche“ heraus oder ein „Papa erzählt vom Krieg“. Mag‘ ich nicht. Nicht lesen, nicht schreiben. Es gibt nämlich auch viele schöne Sachen. Theater zum Beispiel. Vielleicht mache ich das einmal, über Vänne bloggen. Vielleicht. So wie Claudia Reinhardt das in „no place like home“ machte.

Aber unseren Kreis Bergstraße will ich besprechen. Nicht politisch oder als Werbefilm, nicht als Ganzes, nicht vollständig, nur aus den Beständen dieses Blogs oder den Tiefen des lokalen Bildbestandes. Einfach als Fortsetzung der Reihe „anders betrachten“. Der Versuch eines Reframing. Im Voraus gesagt: Neu für mich ist eine plötzliche Wertschätzung, die auch Nähe bringt. Ich arbeitete ja in Weinheim in Baden-Württemberg, die Kultur beziehe ich immer noch aus Mannheim ebenda. Die zwei unmittelbaren Nachbarstädte westlich und östlich. Gefühlt ist die Kreisstadt viel weiter weg, Terra incognita, dabei nur 12 km entfernt, wie das Zentrum Mannheims auch. Der Bergsträßer Wein war in meiner Sozialisation ein fürchterliches Gemansche, was er heute gar nicht mehr ist, im Gegenteil. Irgendwie hat man es geschafft ein eigenes Anbaugebiet „Hessische Bergstraße“ zu werden. Aber was ist das schon gegen die Weinmeere der benachbarten Pfalz und Rheinhessens. Zu Ehren der Bergstraße trinke ich eine Riesling-Schorle aus einem Heppenheimer Stemmler, vom Supermarkt über der Straße.

Also, wie beginnen? Ich werde erst einmal ordnen. Einfügen. Definieren. Wir sind quasi das Bindeglied zwischen zwei Ballungsräumen: Den um Frankfurt, Wiesbaden, Mainz und dem um Mannheim, Heidelberg, Ludwigshafen. Mitten, zwischen drin. Mitglied der Metropolregion Rhein-Neckar und der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main
Wie auch immer diese Verbünde politisch funktionieren. Rechnete man die beiden Verbünde tatsächlich zusammen, so entstünde ein Raum, politisch sanktioniert, der nach dem Ruhrgebiet zweitgrößter Ballungsraum wäre, mit den größten Weinanbaugebieten, DAX-Unternehmen & all. Nur erwähnt um die Umgebung des Kreises nicht außer acht zu lassen.
Google Maps zeigt uns, dass der Kreis Bergstraße jede Menge Odenwald enthält, zwei Enklaven am Neckar besitzt und auch am Rhein liegt. Ein Ergebnis jahrhundertelanger Rangeleien allerlei hoher Herren, samt den Pfalzgrafen zu Rhein und dem Erzkanzler in Mainz. Neben dem Odenwald die Oberrheinische Tiefebene mit Dünen, Sumpf, Industrie und Gemüsebau. In der Mitte die „Bergstraße“ mit eigenem Weinanbaugebiet. Dominiert von den nicht kreisimmanenten Großstädten Darmstadt im Norden, Heidelberg im Süden und Mannheim im Südwesten, über dem Rhein die Stadt Worms. Keltisch besiedelt, die Römer hatten die Bergstraße bereits bepflastert, kann man in Heppenheim besichtigen. Die Fränkische Landnahme brachte die vielen Ortsnamen mit -heim hervor, manifestierte sich später in der Klostergründung Lorsch unter den Karolingern. Im Prinzip ist das Kreisgebiet der ehemalige Kernbesitz des Klosters Lorsch, das sich zu seinem Schutz in der Kreishauptstadt Heppenheim eine Schutzburg baute, die Starkenburg.

Die Starkenburg in Vettelheim.
(Lyrisches zu Heppenheim von mir gibt es im deutschen Literaturarchiv Marbach als Blogbackup)
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