Auf dem Lande, die Kunst, viermal mal eins! #radiale2018

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Ich berichtete ja bereits vorab von der Radiale, Kunst im Kreis.

Pi * Kunst – #radiale2018


Morgen gehe ich mit dem „Amt für Schulen, Nahverkehr, Kultur und Sport“ im Rhein-Neckar-Kreis (HD), nicht zu verwechseln mit dem Stadtkreis Heidelberg, auch HD, auf Kulturfahrt.Wie heißt es so schön auf der Website der Radiale?

„Mit „Radiale – Kunst im Kreis“ möchte der Rhein-Neckar-Kreis dem veränderten Profil seiner Kulturarbeit gerecht werden und hat damit nach über 20 Jahren den Titel „Atelier und Künstler“ abgelöst.

4 Orte im ländlichen Raum des Kreises, viele Künstler, aus der Region, die dort prominent ausstellen. Ich empfand es schon immer gut, das der Landkreis HD aktiv Kunst ausstellt, kuratiert. Nicht nur finanziell und ideell Veranstalter unterstützt. Ich bin am Sonntag dann unterwegs.
Ich möchte aber an der Blogparade „Blogparade: Kultur und Kulturtourismus im ländlichen Raum #KulTourRaum“ teilnehmen, die aber auch am Sonntag, 6.5. abläuft. Also poste ich die Ankündigung hier und heute. Ich glaube nicht, dass ich am Sonntag Abend noch fertig bloggen werde, das werde ich erst am Montag machen können! Also seien Sie gespannt! Es ist Montag und los geht’s!
Als man mich via Twitter via DN ansprach, ob ich nicht Lust hätte diese Rundfahrt mitzumachen, wusste ich nicht, was dieses „Radiale“ sein soll. Es ist schon seltsam, dass ich das sonst nicht mitbekommen hätte. Meine Tageszeitung berichtete erst zur Vernissage. Wir haben echt ein Problem. Der Meier, die „Stadtzeitung“ für unsere Region fehlt unendlich, in moderner Form. Ich glaube kein Verlag würde so etwas noch einmal wagen. Vielleicht wäre es eine Aufgabe der Politik in der Metropolregion Rhein-Neckar so etwas zu initiieren. Nein, nicht nur die Hochglanzmagazine mit den Leuchttürmchen darin. Für alle. Institutionen, Konsumenten. Kultur in Sub und Hoch. Nicht nur für die Touristen, sondern für die Millionen Einwohner hier.

Also eine Kulturtour.

Radiale 2018; Kultur im Kreis Klick ins Bild führt zur Website. Logo mit Erlaubnis der Designerin!

Normalerweiße hätte ich so meine Bedenken gehabt. Begegnungen mit Künstlern sind oft schwierig. Was sagt man denn da? Schwierig von beiden Seiten aus. Ich kenne das von meinen Lesungen. oder von Vernissagen. Aber das war sehr angenehm. Trotz der Dauer von 8 Stunden. Mit den Fahrten dazwischen, zum dösen oder unterhalten. Mit der Zeit kam auch der Kontakt, Gespräche.
Erste Station war Leutershausen. Also Hirschberg-Leutershausen. Das war ganz früher Radtour zum Handball, Sonntags, Feldhandball noch. Schlimmer noch als Messdiener zwei mal im Jahr die Wallfahrt zur „Schwarzen Madonna“. Mit Rock und Fahnen in der Straßenbahn und dann ab Lützelsachsen durch die Weinberge. Aber Kunst? Aber Hallo! Dieses Rathaus hat was! Muss ich unbedingt noch ‚mal hin. Da hängt ein Baerwind an der Wand. Auf dem Lande, die Kunst, viermal mal eins! #radiale2018 weiterlesen

Volkskunde in Kurmainz

Das Museum in Heppenheim nennt sich Museum für Stadtgeschichte und Volkskunde. Ein merkwürdiger Titel.
Dabei ist es doch in einem prächtigen Gebäude untergebracht, dem Kurmainzer Amtshof, mit großer, eigener Geschichte.

Historische Altstadt Heppenheim
Kurfürstlicher Amtshof, Museum für Stadtgeschichte und Volkskunde.

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Kelten, Römer, Franken im Lobdengau

Lobdengau? Guck hier. Mit der Hauptstadt Ladenburg.
Zum zweiten mal verschätzte ich mich gewaltig, war unvorbereitet. Ich sagte es ja bereits, ich wollte ins Lobdengau-Museum. Hätte ich mir die Website besser angeschaut, hätte, hätte. Das ist kein kleines Museum. Das sind 5 Stockwerke. In Ladenburg. 7 km entfernt. Wie oft fuhr ich schon mit dem Rad hin auf einen Kaffee, ein Bier, als Station auf dem Weg nach Schwetzingen oder Heidelberg. Steht ja auch hier im Blog. Ich las sogar schon in Ladenburg – guck: „Verletzte Seelen“. Vielleicht sollten die Ladenburger in die Social-Media-Welt einsteigen und von ihren Schätzen erzählen…Ich war schon in dem Museum, vor Urzeiten, irgendwie hat etwas nicht gepasst, es war sehr heiß.
Aber jetzt: Was für eine partizipative Museumspädagogik!

Schüler kuratieren Museum

Das sieht dann so aus:
Wandbeschschriftung im Lobdengau-Museum
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529 Bingen und die Kultur in den Gärten

Rheinkilometer 529 Bingen.

Bingen. Ewig im Zug daran vorbei gedonnert. Hier beschrieben. Selbst bei meiner Radtour durch das Mittelrheintal nur aus der Bahn gestiegen und die Fähre nach Rüdesheim benutzt.
Im Mai dann ein Tipp von der Schirn:
Screenshot eines Schir-Tweets. Klick geht zum Original.

Wenn die Schirn das sagt! Ich notierte das. Dann bloggte der Burgenblogger:
Screenshot eines Burgenbloggertweet. Klick führt zum Original

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Straßburg, die Kunst, die Angst und der Rucksack an der Hand!

„Ticketplus“ Alsace des VRN

Mir war nach einer weiteren Bahnspazierfahrt und Kunst. Der Samstag versprach strahlend blau zu werden, ich wollte einmal mehr das „Ticketplus Alsace“ benutzen, einfach so und der Kosten wegen, quasi für siebenfuffzisch nach Straßburg hin und zurück. Mit der Karte ab 60 bis nach Weißenburg, dann mit dem TER nach Straßburg. Ich war noch nie in den Museen dort! Nur touristisch unterwegs, hier der Bericht von 2008. Dieses Ticket gilt nur an den Wochenenden, also überwand ich mich an einem Samstag loszuziehen, als Rentner.

Es war eine sehr meditative Fahrt. Der Schlehdorn fraß sich weis blühend durch die Landschaft und die ersten Frühblüher schimmerten auch weis bis rosa. Drei Stunden Fahrt, französisches Gebabbel um mich herum. Ich weiß, mit dem ICE oder dem TGV wäre ich in einer Stunde und ein paar Minuten da, wie langweilig und regulär für 90 €. Rentner haben mehr Zeit als Geld! Außerdem mag ich die TER-Züge mit ihren Sofas!

„Sofa-Sitze“ in einem Zug des „Transport express régional“

Straßburg empfing mich blaugestrahlt und beblühtet, die Straßen-Bistros entschleunigten die Einheimischen, die gelassen den Zug der Touristen gen City betrachteten.

Straßburg blüht. Man beachte die hervorragende Fahrradführung durch die Stadt!

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Isis, Mater, Leitkultur. Wer hat den Domschatz geklaut?

#tl;dr
Ich war in Mainz im Isis Heiligtum, im Dommuseum und auf dem Weihnachtsmarkt. Zum sinnieren sehr geeignet!

Ich gehe zu Weihnachtsmärkten um dem Dekowahn (sieht gut aus, so geschrieben es ist), auch in den Geschäften, zu entgehen, weil der Wahnsinn dorten geballt zu sehen ist, in der Masse unbesinnlich wirkt; um im Freien, außerhalb der Radsaison etwas in der Kälte zu tun, ohne den Ski- und Rodelwahnn (SIC!). Um Licht zu trinken in der Dunkelheit und sich zu schämen dabei für die Lichtverschmutzung, was sind wir alle so zweiseitig. Um Dialekt zu hören und zu sprechen, so geballt findet man das sonst nur auf Weinfesten, wobei, was sind Weihnachstmärkte eigentlich sonst? In Worms kam mir eher zufällig die Idee das mit einem Museumsbesuch zu verbinden. Aber das kennt ihr ja schon. Dieses mal wollte ich das, wie angesprochen, gezielt machen. Im Gutenberg-Museum hatte ich ja schon gelesen. Musste ich nicht schon wieder hin. Mich interessierte schon eine Weile dieses Isis- und Mater Magna-Heiligtum. Und BÄMM, alle Mainz-Klischees wurden wahr. Das Isis-Heiligtum wurde beim Bau einer dieser albernen neudeutschen City-Malls entdeckt, der Römer-Passage. Ich aber fand das Museum nicht. So folgte ich den Weihnachtsfrömmlern zum anderen Ende.

Die Leitkulturer 2016 in der Stadt des Hl. Erzbischofs Bonifatius und der Reicherzkanzler für Germanien. (Klick zur Erklärung)
Die Leitkulturer 2016 in der Stadt des Hl. Erzbischofs Bonifatius und der Reicherzkanzler für Germanien. (Klick zur Erklärung)

Ganz am Ende stand ein Mann vom MCV und verkaufte Plaketten für den Rosenmontagszug. BÄMM! Und der sagte mir, dass ich daran vorbei gelaufen war. Das Museum ist als Ladengeschäft getarnt, nichts weist in Augenhöhe darauf hin. Heidnischer Kram aber auch!

Eingang zum Isis Heiligtum in der Römerpassage Mainz
Eingang zum Isis Heiligtum in der Römerpassage Mainz

Kaum unten empfängt mich ein Hörspiel „Saturnalien vom 21.12.69.“ Eine Mischung aus Weihnachten und Fasnacht“. BÄMM. Die 22. Legion hat auch mitgefeiert.

Isis Tempel in Mainz, während des Hörspiels.
Isis Tempel in Mainz, während des Hörspiels.

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Glühwein, Würmer, Heylshof und Barock

tl;dr
Ich fuhr mit der Buslinie 644 Viernheim-Worms (Nein, das ist nicht in BaWü ! Neuer Fahrplan, neue Gefährte, danke VRN!) die 26 km in die Drachenstadt Worms (Siegfried, ihr kennt das ja!) zum Weihnachtsmarkt dorten und zur Ausstellung „Das Goldene Zeitalter – Barock im Heylshof“, die ich, wie den Weihnachtsmarkt wärmstens empfehle!

Die Kaiserkrone über dem Wormser Dom. Nächstes Jahr wird das Lutherjahr hier toben! (Klick)
Die Kaiserkrone über dem Wormser Dom. Nächstes Jahr wird das Lutherjahr hier toben! (Klick)

Weil aber alle Welt von SEO und der Digitalisierung (#augenroll) berichtet, so wie man museal gesehen, über die „analog-digitale Kulturschnittstelle“ spricht, auch hier eine digital-historische Vorbemerkung zu Worms:
Worms, die Stadt, war früher sehr schwer zu googeln. Die Bildersuche zeigt es immer noch, Würmer halt. Dabei ist der LINDwurm das Wappentier. Mein Drachen-Storify kennt ihr ja! :) :)

Mir war nach Glühwein, das Thermometer zeigte endlich -1°. Und Glühwein bedeutet vor allem:
(Übrigens ein Cuvée aus Muskateller, Müller-Thurgau und Riesling vom Weingut Kloos)

Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt in Worms
Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt in Worms

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Kopfstehen im Urlaub?

Ein Post zu Tanja Praskes Blogparade „Mein Kulturtrip für dich im Sommer“ – Aufruf zu #KultTrip
Urlaub ist ja so eine Sache. Also das silberne Ehrenband für Treue im Urlaub oder der jährliche Trip zur Halbpension waren noch nie mein Ding. Ich reise lieber. Ich habe mir auch was für mich ausgedacht. Metropolregionen betrachten. Berlin mal außen vorgelassen. Das kann man immer mal machen. Nein die deutschen Metropolregionen. Einfach die Liste abarbeiten und suchen, was es da alles gibt. Keine Städtereisen. Metropolreisen. Ich hatte eigentlich vor die größte, Metropolregion Rhein-Ruhr zu untersuchen, was es da alles an Kunst gibt. Aber das Wetter war nie danach. Aber das macht man besser außerhalb der Urlaubszeit, wenn die Spielzeiten der Theater wieder beginnen. Ersatzweise kann man natürlich auch die Verkehrsverbünde betrachten. Wie man will.
Dann lachte ich laut, als ich den Titel der Blogparade verinnerlichte. Ich lachte, weil dieses Blog eigentlich ein einziger Tipp ist. Meine Ausflüge. Jo es sind halt Trips. Für die Eingeborenen hier und wer kommen mag, gerne auch, mä sin gaa ned sou!
Meine Region hier als Schwerpunkt. Unser Landkreis Bergstraße (HP) ist ganz offiziell Teil der Metropol-Region Rhein-Neckar und der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main.
Nimmt man die Liste zur Hand, dann wäre unsere Region mit 7,2 Millionen Einwohnern die zweitgrößte. Mit 4 Bundesländern. Könnt ihr mal gucken.
Kaiserdome in Speyer und Worms. Kunst im Hackmuseum Ludwigshafen. Das Abmahnermuseum in Mannheim erwähnen wir nicht. Die Kunsthalle Mannheim noch im Ausbau… Burgen, Schlösser, Parks.. und so weiter… seht euch um! Ich habe natürlich nur einen Bruchteil hier gelistet. Vor allem kleinere Dinge.
oeg_heidel
Ihr liebt Skurilles dann lest doch meinen Tipp zu einer kulturellen Straßenbahnfahrt…

Alles um die Ecke, gerade für Leute, ähem, so Rentner… Menschen, die einfach mal im Hiersein, oder so. Die erst wieder an die Loire wollen, wen das Hier abgearbeitet ist, das Wegfahren auf die 70 km begrenzt ist, weil man es kann.
Da gäbe es dann noch im Norden die Frankfurter Museen, Landeshauptstädte mit römischer Migrationshintergrund,wie Mainz & Wiesbaden… sowas halt.
Was ich nun eigentlich sagen wollte, also rein kulturell werde ich im Juli noch… weiß noch nicht, aber ganz bestimmt im August nach Karlsruhe fahren. Karlsruhe ist kein Teil der Metropolregion, wollten nicht von Mannheim dominiert werden :), aber ihre linksrheinischen Pfälzer Nachbarn sind es, da schlag ich es einfach dazu, KA ist exakt so weit weg wie Frankfurt, Wiesbaden, Mainz, von uns aus.
[Update] Da konnte man natürlich nicht nein sagen! Karlsruhe ist Teil der „Trinationalen Metropolregion Oberrhein“[/update]
Denn die Kunsthalle dorten hat einiges kapiert. Auch über Urlaubskultur, die sich wandelt und macht so einiges. Unter dem Motto „Kein gewöhnlicher August“.
Hey, es ist Sommer. Ich werde mindestens einmal hinfahren und bloggen.

Kunsthalle Karlsruhe, ein Sommer samt Märchen.
Kunsthalle Karlsruhe, ein Sommer samt Märchen.

Das ist nämlich die zweite geplante Barockstadt nach Mannheim und man kann Schabernack treiben dort. Doch!