nu fluic du, vihu minaz, hera!

Also es waren insgesamt 60 km heute, eher eine Rundfahrt. Zunächst unter Umgehung von Laudenbach und Hemsbach (da wohnte ich auch mal), zwei eher uninteressante Dörfer, (äh ja, Stadt) ging es direkt zur Kreishaupstadt Heppenheim. Wer die “Herrlichen Zeiten im Spessart“ gesehen hat (ah Lilo Pulver,ah) oder den Räuber Hotzenplotz mit Fröbe und Meinrad, kennt sich ja bestens aus. Teile davon sind da gedreht. Meinrad sah ich da auch schon bei den Festspielen. Nestroy. Dieses Jahr geben sie Moliere. Nikolaus Schilling spielt schon WIEDER mit. Den Geizigen. Hat wohl der Media-Markt unten in der Ebene gesponsert. (Vorsicht es wird Heppenheimer Wein ausgeschenkt während des Theaters und der ist na ja). Aber Heppenheim selbst ist eine schöne Stadt und ich frage mich, warum ich nicht öfter hingehe, vielleicht weil sie mich dorten dem Wehrdienst verpflichteten?

Dabei ist der Marktplatz samt Altstadt und Kneipen sehr einladend unter der Starkenburg.


Genau so schön und viel größer, aber eben nicht Kreisstadt ist Bensheim . Wurde von diesem Ritter gegründet

Bensheim hat eine schnuckelige Fußgängerzone

und in seinem Stadtteil Auerbach auch ein Festival.
Leonce und Lena (mit Menü arghh). Auerbach, hhm.

Einer der Herren dort fabrizierte mit einer Zofe einen Bastard und das war mein Ur-Ur-Großvater mütterlicherseits. Das Elternhaus meiner Oma war die Abfindung oder wie man das nannte. In Einhausen. Man nannte die immer noch Auerbacher deswegen so um die 1939 ‚rum. Leider musste man da Ariernachweise liefern. Und ein Verwandter war Admiral. Ja da wurde ganz schnell die Linie schlicht übergangen. Die Zofe war nämlich Jüdin. Was ein Scheiß da fabriziert wurde. Auf jeden Fall wurde dort ein Urahn von mir gezeugt. Lol.

Und weil es so schön war radelte ich noch die 3 km nach Zwingenberg, einem Ort eingekuschelt in den Melibokus, mit 517 m die höchste Erhebung an der Bergstraße. Eine kleine Stadt mit faszinierenden Ausblicken.

Und weil mich die Bauern mit ihren Jauchewagen geärgert hatten fuhr ich über Lorsch zurück. Dort gab es einmal ein sehr bedeutendes Kloster, das all die Burgen in der Umgebung bauen ließ und dessen Kirche

im Beisein von Karl dem Großen eingeweiht wurde und ist wohl deshalb Weltkulturerbe der Unesco[/url]. Vor diesem „Paradies“ (das heißt wirklich so)

saß ich dann und trank ein Bier vor der Heimreise. Ach ja: In diesem Kloster wurde das „erste deutsche“ Gedicht dokumentiert, wie so vieles in dessen Codex: Der Lorscher Bienesegen:.

Kirst, imbi ist hucze!