Schlossgarten Schwetzingen Apollotempel

(Mark Knofler, Sailing to Phil. auf den Ohren)

I

Sing doch
schrei doch
schreib doch
immer die gleiche
Leier
ach der Frieden die Gerechtigkeit
Nur die Sieger
kränzen ficken
Lorbeer
in heilige Uzzis

II

Lies mir die Schuppen
vom Haar
Die Risse in meinen
Lippen
lächeln auf deine
gezupften
Beine
Augenbrauen
heben
sich

III

Meine Stufen
rinnen zum Berg
ich fließe
schon lange
nicht mehr
so hoch hinauf
Blätter schwimmen
erinnern sich
an übernächstes
Jahr

IV

Auch diesen
Code werden
schlüsseln
Gefühle kaufen
wir zu
Küss mich
source mich
aus
Wir nennen es Liebe
so what

Schlossgarten Schwetzingen Hirsche im Blick

(Miles Davis 1958, auf den Ohren))


I

Pflege und Pflüge
doch, doch
es gibt sie noch
Ordnung und sag jetzt nicht
Liebe
das Chaos frisst doch
die Nebenkosten
Pflege und pflüge
blitze das Gold
zeuge auf Marmor
auch die Alten ja
zeuge und pflüge
und hör doch auf
mit Liebe
Ein Kuss speit Hirsche
über Wasser

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Schwetzingen, wieder einmal

Gestern zog es mich in den Schlosspark nach Schwetzingen, meditatives Rad fahren, Kopf freimachen. Schreiben an schönen Orten. Ich hatte eine Serie von Dialekt-Texten im Sinn, eventuell als Erweiterungen der Uhne Ferz – Texte. Und dann schon auf dem Weg dieses Plakat. Bilder zu Domin. Aber erst Mittwochs offen. Heute. Ein Blick in die Orangerie ließ mich wenig Neugier verspüren diese Ausstellung zu besuchen. (Siehe mein Wolkenfoto in das Plakat gewurschtelt). Aber die Domin gab den Ausschlag für etwas ganz anderes. Ich bin ja ein armer Poet, wenn ich Gedichte brauche, dann schreibe ich sie selbst, samt den Bildern. Ein „running gag“, ich weiß. Also streunte ich durch den Park und definierte 4 Orte. Stopfte mich mit Ohrhörern zu und schrieb. Es wurde eine Serie von 4 x 4 (mehr oder minder lyrischen) Texten. Assoziationen zur Umgebung, zur Musik, zuu meinem inneren Befinden. Schwetzingen, dieser morbide Traum einer heilen Welt in Parkgestalt in Mitten einer betonierten Welt. Eine Moschee, die keine ist, die romantische Verklärung des Altertums, die absolute Beherrschung der Natur. Es fasziniert mich immer wieder, reizt mich und zieht mich magisch an. Nicht nur das Bier des Brauhaus Ritter. 😉 Ich werde die vier „Sessions“ einzeln hier posten, mit dem Tag #sw0809 versehen, damit man sie auch zusammen aufrufen kann.

Weiterführende Links:
Bilder vom Schlosspark Schwetzingen aus dem Düsiblog
Website des Parks
Das Schwetzinger Schloss in der wikipedia
Private Website zum Thema
Mein Besuch in 2008

Neue Büros braucht der Mensch

Ich hatte es ja bereits erwähnt. Seit Mittwoch bin ich im ersten Schub in Kurzarbeit. Nächster Schub ist 22-29.5. Und angemeldet ist das bis 6/2010. Da muss man sich Gedanken machen. Nun, ich arbeite in einer der schönsten deutschen Butzenglas-Städte, was liegt also näher sich dort auch ein Freiluft-Büro für die Schreibarbeiten zu suchen, wegen der Kostenloskultur, dieser elenden. Und ich bin sogar beim Mutterkonzern meines Arbeitgebers fündig geworden. (Ich hatte letztes Jahr schon davon berichtet.) Voila:

Im Hermannshof, meinen Lieblings-Mammutbaum vor dem Auge.
Nein, ich will da gar nicht rein, nein, nein. Ich will da nicht mehr zu Meetings geladen werden. Gerade ist ja auch keines, wie man sieht. Ja, ja, ich war da schon drin. Doch. Aber wiegesagt, das muss nicht mehr sein. Langweilg. Ich schreibe lieber für mich. Was war das für ein Blödsinn. Total-Quality-Management und so. Flipcharts. Japanische Fische. Nee, nee.

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Galerie in der Unterführung, Weinheim as its best!

Ein Kunstprojekt eines hippen Designers? Erdung des Bahnvorstandes? Nein, schlicht eine Gallerie in der Unterführung des Bahnhofes Weinheim zu meinem Brötchengeber. Ein Weg, den ich im Winter täglich zweimal gehe und auf den ich mich nun freue. Den Weg der dann hierhin führt. Bis zum 12.10.08 sah das so aus.

was passier ist? Steht hier in der RNZ und als PR-Lyrik hier. Eine tolle Sache, musste ich glatt heute morgen fotografieren. So was finde ich gut! Auch wenn ich befürchte, dass die Herrlichkeit nicht lange hält.
Wer noch mehr sehen will…bitte! Galerie in der Unterführung, Weinheim as its best! weiterlesen

Straßburg, France


(Alle WeltKulTourartikel gibt es hier)
Heiß war es gestern und die Gnade der klimatisierten RegioZüge der DB kam über uns. Für 27 € (zu zweit und auch retour) mit dem Badenwürttemberg-Ticket nach Kehl und dann noch 3 Stationen weiter mit der Ortenaus-S-Bahn hinein in das Gewühle der Welterbekulturstadt. Dort spürt man nichts, aber auch gar nichts von Unruhen oder Banlieues, alles scheint wohl geordnet und es ist wirklich schön dort, seit meinem letzten Besuch hat sich vieles zum positiven gewendet. Die aufgestellten großen und massenweise anzutreffenden Palmen lassen an Nizza denken. Man kann sich nicht vorstellen, dass diese Stadt zehn Monate lang von der Wehrmacht vollständig evakuiert war, dass hier eines der ersten und größten Progrome gegen Juden im Mittelalter statt fand.
An mein Ohr drang kein Wort elsässisch, es ist eine französische Stadt, von touristischen Beschriftungen abgesehen. Obwohl, ich hörte durchaus Menschen fragen, was das denn sei ein Quiche oder Flammekueche, auf deutsch. Gibt’s das?
Die Europastadt Straßburg wollten wir nicht sehen. Zu was auch. Europäische Geschichte im Überfluss gibt es am Münster selbst zu sehen. Romanisch begonnen und gotisch in die Höhe geschossen mit ewig fehlendem zweiten Turm. Auch ein Protzbau, aber einer der Straßburger, kein Kaiser Straßburg, France weiterlesen

France 1, inmitten der Kurpfalz, na ja.


Fährt der Kurpfälzer im S-Bahn-Hopping (mit Fahrrad ab 9:00) gen Westen, mit der S2 (es gibt für ALLES ein Wiki, gell) nach Neustadt so ist er befugt die Maximilians Bahn mit dem 24 Stundenticket des VRN ins Département Bas-Rhin einzureisen, um die ehemals freie Reichstadt Weißenburg in ihrer gerade gültigen französischen Inkarnation Wissembourg zu vistieren. (Wir berichteten bereits).

Und wieder wachsen die Weinberge ins Bähnchen (im Hintergrund das Hambacher Schloss, da an den Berg geklebt), vorbei an Weilern und Städtchen, die nach ihren Weinen benannt sind, ich nenne nur Edenkoben und irgendwann ist man tatsächlich in France. Dort wo sich die Regionalbahnen der DB und der SNCF wie Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Es sollte ein kurzer Besuch werden. France 1, inmitten der Kurpfalz, na ja. weiterlesen