Barocker Protz am Rhein

Schloss Mannheim, Ehrenhof, Panorama 180 Grad - aus 5 Aufnahmen zusammengesetzt von Hubert Berberich (Aus Wikipedia)
Schloss Mannheim, Ehrenhof, Panorama 180 Grad – aus 5 Aufnahmen zusammengesetzt
Hubert Berberich
Aus der Wikipedia.
Wappen des Karl III Philipp, Kurfürst & mehr in der Schlosskirche Mannheim.
Wappen des Karl III Philipp, Kurfürst & mehr in der Schlosskirche Mannheim.
Das Mannheimer Schloss, heute schlicht die Uni. Das zweitgrößte Barockschloss Europas nach Versailles. Man muss sich das geben. Weil er die „Heiliggeistkirche in Heidelberg“ nicht nach seinem Gusto katholisieren durfte, für seine dereinst Grabgelege, zog er nach Mannheim (heute im Prinzip eine Nachbarstadt Heidelbergs). Dort errichtete der Pfalzgraf zu Rhein, der auch Erztruchsess des Reiches, somit Kurfürst war, Karl Philipp , ehemals Generalfeldmarschall bei den Türkenkriegen, dieses bescheidene Gartenhüttchen, samt Grabkapelle auf der grünen Wiese unweit des Rheins. Das muss ein Vergnügen gewesen sein mit diesen Perücken und den Mücken in den sumpfigen Rheinauen. Noch Schiller holte sich da die Malaria. Dieser Karl Philipp war übrigens auch Herzog von Jülich und Berg, also Chef in Düsseldorf, diese Wittelsbacher waren überall. Blauweiß und rotweiß. Und dann war Mannheim nur 58 Jahre Residenz, weil der Karl Theodor nach München beordert wurde. Stellt Euch vor er wäre geblieben und der Idomoneo wäre in Mannheim uraufgeführt worden, das Wolferl wollte halt Karls Opernensemble und das war ja nun in München. Kaum zum aushalten, was das Nationaltheater in Mannheim da veranstalten würde. Uraufführung der Räuber UND des Idemoneo… Der englische Garten in Mannheim, wenn der Herr Sckell hier geblieben wäre?
Aber was soll ich schon schreiben über das Schloss, die Schlosskirche? Das ist so alltäglich, ich kann doch nicht einfach so in der Uni herumlatschen, oder doch? Virtuell könnt ihr hier durchschlendern. Und diesen Rittersaal werde ich halt auch einmal besuchen, das kostet Überwindung, bin ich denn ein Tourist? Siehe den Artikel zum Heidelberger Schloss. Ich werde das hier nachholen. Bestimmt.
Also gibt es Bilder aus alten Posts.
Deutsches Eck und Neckarspitz

#schiller2go #walk

De kurpelza Klong

Satirisches schrub ich in meinen „Schillercode oder kein Dalberg da“
krypta
Also, wenn ich das touristisch weiter erarbeitet habe, dann erzähl ich Euch das hier…

Dies Irae, Seepferdchen, Mozart parkt bei Twitter

Im Zeichen der allgemeinen Partizipation erhalten alle Besucher der mozärtlichen Sommernächte vor dem Nationaltheater Mannheim Regiesessel!

Das Nationalthetaer Mannheim veranstaltet auch dieses Jahr seinen „Mozartsommer“.
Schließlich suchte Herr Mozart ja 176 Tage lang vergeblich eine Festanstellung in Mannheim, was vielen jungen Menschen auch heute noch bis ins hohe Alter vergönnt wird.
Angefixt durch „Mr. Bill“ sintemals, also vor zwei Jahren, (der Außenbereich des Theaters ist ganz in den Farben des Logos pink gestaltet) wollte ich dieses Jahr auch einmal partizipieren, passiv natürlich…schon alleine, weil der Opernintendant wechselt, man weiß nie, ob es nicht ein letztes mal so werden würde. Aber was tun?
Ich hatte es ja d’rüben schon besprochen. #mozpark twitteramus
Nun, heute Abend gibt es den Idemoneo, ein mal mehr beseelt (#augenroll) besprochen. Ich werde es sehen. Die Rezensionen des heilig-beseelten Herrn Chef-Kulturer des MM sind schlecht erträglich.. aber, was soll’s. In Heidelberg haben die RNZ-ler auch ihre Macken.

Obwohl das Theater Heidelberg so toll twittert.. Manchmal wünschte man sich, die Zeitungen würden ihre Kritiker periodisch austauschen, wie die Theater ihr künstlerisches Personal auch.

Es gibt aber auch die „Nachtmusiken“. Jazzer bearbeiten Mozart. Ich war gespannt und überrascht. Musste ich hin.

Eine Gruppe namens „Moz’Art“, mit Musikern, die ich zwar schon gesehen hatte, ohne dass ich mir Namen gemerkt hätte, ich kann mir eh keine Namen merken…sorry.

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Moi Herz, moi Herz, in Heidelberg, moi Herz


Ich war gestern in Heidelberg. Was ja gar nix ungewöhnliches ist. Da geht man einkaufen, was trinken, zu eigenen Lesungen von zu denen von Bachmannbepreisten im Spiegelzelt, man schreibt nachts, nach Socialmedia Meetings
Aber es ist halt Heidelberg, die Romantik, Sie wissen schon. An und für sich ist Heidelberg ja ganz und gar nicht romantisch! Glauben sie nicht? Dann verbringen sie mal einen Samstag Abend zwischen Jungesell*innen-Schäumungen und sonstigen Getränkeliebhabern in der Hauptstraße. Sie kennen das von anderswo? Eben.
Es gab Zeiten, in denen ich versuchte auch Heidelberger Dinge zu schreiben, unromantisch natürlich. Zusammengefasst im Band „Heidelbergensis“. Hier zum freien Download.
Daraus:

heidelberg
historische hysterie
eine ruine als zeuge
des längst als hysterisch-historisch
geglaubten schleifens bewohnter gemäuer
romantische kriegszeugen
einmalig schön
ecce homo
heidelbergensis

Kommt aber gegen Hölderlin nicht an


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Tourist sollst du sein,
oder: Der Fluch des Mikelbower!

Erstmals veröffentlicht wohl 07/2001, aber älter, als der Zwang „Urlaub“ zu machen noch stark war, entstanden auf dem Marktplatz in Heidelberg. In der Zeit, als ich nur im Dialekt schrieb und ja, so sah 2001 meine Homepage aus.

fluch
Was da denn heißt:

Der Fluch des Mikelbower

Tourist sollst Du sein in deiner Heimatstadt
(Kinder im Preis oft inbegriffen)
Auf ewig in Halbpension,
Abgegriffen, abkassiert, Heimatabendkastriert.

Tourist sollst du sein wo immer du auch bist
Selbst am Brunnen vor jenem Tor
Auf ewig in Halbpension
Du Herzilein, mein Schornstein ist rein.


Tourist sollst du sein,
oder: Der Fluch des Mikelbower!
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#lustparken in Weinheim


Gestern war ich in Weinheim, was eigentlich nichts besonderes ist..Ich hab‘ schon so viel zu unserer Nachbarstadt geschrieben, ich wollte es einfach in der Reihe #lustparken und Sckell dabei haben.. Aber lest das Storify dazu! (Das es nicht mehr gibt und daher händisch eingefügt wurde..
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Sigges


Michael Bauer
wie de Sigges in Hammelbach doud gonge is

Alles weje denne Niwelunge ähm Schatz un dem Pe-Eff

Ein Streit in zehn Uffreigunge uf Vännemarisch
in fast lyrischen Texten.

entstanden in 2012 – 0,99 €

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In einer fernen, fiktiven Zukunft sprechen Volker, Siegfried, auch Sigges genannt, den Dialekt des heutigen Nibelungenlandes von Worms in den vorderen Odenwald hinein, fast gänzlich abgedeckt durch den hessischen Landkreis Bergstraße, und wollen, wie einst, in den Odenwald zur Jagd. Von Worms über den Rhein reiten sie von der Weschnitzmündung bei Biblis nach Hammelbach zur Quelle, des Autors Siegfried-Brunnen. Das Atomkraftwerk Biblis ist nicht zurückgebaut und die Sage, dass dort zwei Dracheneier vom Drachenvolk bewacht werden, hält das Volk vom strahlenden Atommüll ab. Aber im Odenwald hausen auch die Nibelungen, die unter der Tromm i Schwerter für den Großfürst iEppl schmieden.
In zehn kurzen „Uffgereigheiten“ streiten sich die Drei, wie einst und heute um die zweite deutsche Lautverschiebung und den Schatz der Nibelungen. An zehn Schauplätzen: Biblis, Lorsch, Weinheim, Birkenau, Rimbach, Fürth, Weschnitz und Hammelbach gibt es kurze Statements, bis das augenzwinkernde Drama sein bekanntes Ende nimmt. Ein klitze kleines Stück der Nibelungensaga auf Kurpfälzisch, als Erkenntnis, dass wir Menschen im Grunde immer gleich bleiben, im Guten, wie im Schlechten.

#lustparken in Neckarhausen – Die kleinen Brüder von Nymphenburg 1

Ich hatte es ja angekündigt!

#lustparken mit Herrn Sckell

Ein Park hinter einem Schlösschen in einer kleinen Ortschaft am Neckar, Edingen-Neckarhausen, genau in der Hälfte zwischen Heidelberg und Mannheim, direkt gegenüber der alten römischen Garnisonsstadt Ladenburg. Erholsam, geruhsam, wohl gepflegt. Und doch erzählt der Park von einer wilden Zeit. Als in Frankreich die Revolution ausbrach und Napoleon Europa neu gestaltete. In den deutschen Theatern herrschte der Sturm und Drang, in Wien war man klassisch.
1778 verlegte der Mannheimer Kurfürst seine Residenz nach München, samt Hofstaat, mit allem, außer dem Theater, das schenkte er den Mannheimern als Nationaltheater, damit der Herr Schiller räubern konnte und es heute noch Schillertage gibt.
Damit aber daheim in der Kurpfalz und droben in Düsseldorf alles palletti blieb, übergab der Karl seinem alten Kumpel Franz Albert Leopold von Oberndorff die oberste Leitung. Der Arme wurde dann auch noch verhaftet, weil er Mannheim in einem dieser Koalitionskriege den Franzosen kampflos übergab. Zwischendurch kaufte er sich aber ein eigenes Schlösschen, das Mannheimer war ihm wohl zu groß, genau, in Neckarhausen. Weil er aber auch der Chef des Herrn Sckell war, ließ er sich einen Plan machen für einen englischen Garten, den dann sein Neffe wirklich anlegen ließ. Somit ist dieser Park, so 12 km von hier, ein kleiner Bruder der Münchner Gärten, und von Schwetzingen. Weißblaue Herrlichkeit am Neckar, wittelsbachische, nicht bayrische. Schade, dass der Park heutzutage geschrumpft ist, er ging wohl sintemals bis hinunter zum Neckar … . Es gibt ja noch mehr Gärten aus Plänen des Herrn Sckell in Fahrradreichweite. Auch eines von einem anderen Minister und Intendanten des Karl Theodor!
e-gal Jetzt #lustradeln nach Neckarhausen im Sckell Schlossgarten #lustparken

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Tiefburg Beta

Dies ist ein Beta-Beitrag, der nächstes Frühjahr als endgültige Version erscheinen wird!
An diesem strahlenden Sonntag einmal nicht mit dem Rad, sondern der Straßenbahn Linie 5 des RNV auf Burgenjagd. Vorbei an den Weinheimer Burgen, der Strahlenburg, nach Heidelberg. Nein, nicht zu dem berühmten Schloß, da geht man nicht alleine hin :)

Am Hans-Thoma-Platz in HD-Handschuhsheim aussteigen und ein paar Meter zur Tiefburg latschen.
Da kommt man am alten Rathaus vorbei. Nein, das war kein Schloss, das haben die Handschuhsheimer als Rathaus so gebaut. Man hatte es ja, nicht wahr.

Die Fahne hing da, weil die Heidelberger ihren alten OB wählten, der ohne echten Gegenkandidaten antrat. Heidelberger Kommunalpolitik verstehe ich seit Jahrzehnten nicht. Tja, und dann war die Tiefburg doch zu, obwohl es der 3. Sonntag im Oktober war. Aber die Burg wird von einem Verein ehrenamtlich gepflegt, da kann das schon mal vorkommen. Vielleicht mussten die Burgöffner auch Wahlhelfer spielen, wer weiß das schon so genau.
Dann traben wir halt einmal kurz außen herum.




Ist ja alles nicht so schlimm. ABER. Im Cafe Tiefburg, mit seinen legendären Kuchen und dem einzigen Konditoreis weit und breit war die Eis-Saison auch abgelaufen. Kein Eis, keine Innenburg. Das Unternehmen Handschuhsheim wurde abgebrochen. Dann bis nächstes Jahr, wenn es wieder Eis gibt! Fahren wir halt mittags mit dem Rad zu Kerwe nach Mannheim-Feudenheim, denn da fährt die 7 des RNV gerade nicht hin, weil irgendetwas neu gebaut wird. Schienen, was weiß ich.
Und auf dem Weg zur Haltestelle sieht man, warum Heidelberg Literaturstadt werden will. Sogar die Ampeln sind betextet.

Wie gesagt, Heidelberg an sich ist schwer zu verstehen.
Obwohl ich dort auch schon einige Herzen verlor.
Ein Lied von Uhneferz, wie immer mit einem Text von mir. :)

Der Wein herbstet schon

Vorhin, auf der Heimfahrt von Heidelberg, am Lieblings-Radweg halb im Hang, der Bergstraße entlang, der Blick über die Ebene, kaum 200 m üN, die Haardt samt Weinstraße rosa bekitscht, mittig im Dunkel Viernheim und hinten ragt der Mannheimer Fernmeldeturm in den Himmel.

Dahinter, direkt unter der Strahlenburg, (Sie erinnern sich?) in Schriesheim, beginnen die Winzer mit der Lese. Der Vollernter beackert den Müller-Thurgau. „Die Schwarze, de Riesling un de Pinot hänge noch, de Müller war reif, denn packe ma heit“. So der Chef. Nein kein hippes Weingut, keine Erben. Einfach ein Winzer für die Genossenschaft.

Und ja, alkoholische Gärung ist eine der ganz frühen chemischen Prozesse, neben gerben und über Feuer garen, den die Menschheit beherrschte. Die Trauben im Kübel. Wer die romantischen Kiepe und die Rebscheren vermisst melde sich bitte bei den Steilhangwinzern am Mittelrhein und Mosel. :) Doch, ich weiß wovon ich spreche, der Vollernter ist eine Wonne für die Rücken des niederen werktätigen Winzervolks. Der Wein herbstet schon weiterlesen