Mandeln, Kirschen, Blüten, Blüten

Der März war kalt, anderen Orts sogar mit Schnee und Eis verbunden, aber um Ostern herum wurde es wärmer. Man hatte große Lust allen Frühblütern und den ersten Anzeichen grüner Blätter die Hand zu schütteln. Das jährliche Wunder geschah doch wieder. Noch ragten die bereits kunstvoll geschnittenen Heckentürme im Schwetzinger Schlossgarten wie Aliens in den grauen Himmel, aber die Frühchen jeden Jahres, aus fernen Ländern importiert und heimisch geworden, blühten. Mandeln und Japanische Zierkirschen gehören zu Deutschland. Wie der Wein und in Weinheim Zitronen, die allerdings noch nicht blühten.

Beschnittene Heckentürme im Schlossgarten Schwetzingen 04/2018

Die erste Suche ging noch im März nach Weinheim, zum Hermannshof und natürlich wurde ich fündig.

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Die Magnolien brauchten aber noch einige Tage dort.
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Dies Irae, Seepferdchen, Mozart parkt bei Twitter

Im Zeichen der allgemeinen Partizipation erhalten alle Besucher der mozärtlichen Sommernächte vor dem Nationaltheater Mannheim Regiesessel!

Das Nationalthetaer Mannheim veranstaltet auch dieses Jahr seinen „Mozartsommer“.
Schließlich suchte Herr Mozart ja 176 Tage lang vergeblich eine Festanstellung in Mannheim, was vielen jungen Menschen auch heute noch bis ins hohe Alter vergönnt wird.
Angefixt durch „Mr. Bill“ sintemals, also vor zwei Jahren, (der Außenbereich des Theaters ist ganz in den Farben des Logos pink gestaltet) wollte ich dieses Jahr auch einmal partizipieren, passiv natürlich…schon alleine, weil der Opernintendant wechselt, man weiß nie, ob es nicht ein letztes mal so werden würde. Aber was tun?
Ich hatte es ja d’rüben schon besprochen. #mozpark twitteramus
Nun, heute Abend gibt es den Idemoneo, ein mal mehr beseelt (#augenroll) besprochen. Ich werde es sehen. Die Rezensionen des heilig-beseelten Herrn Chef-Kulturer des MM sind schlecht erträglich.. aber, was soll’s. In Heidelberg haben die RNZ-ler auch ihre Macken.

Obwohl das Theater Heidelberg so toll twittert.. Manchmal wünschte man sich, die Zeitungen würden ihre Kritiker periodisch austauschen, wie die Theater ihr künstlerisches Personal auch.

Es gibt aber auch die „Nachtmusiken“. Jazzer bearbeiten Mozart. Ich war gespannt und überrascht. Musste ich hin.

Eine Gruppe namens „Moz’Art“, mit Musikern, die ich zwar schon gesehen hatte, ohne dass ich mir Namen gemerkt hätte, ich kann mir eh keine Namen merken…sorry.

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Däumling



Pfade
gehauen gelegt
getrampelt geschnitten
es wuchert wieder
Gestrüpp
über Dich

Schritte
daumen durch Pforten
geblättert
getrippelt
geraden
unendliche Schnitte

Aus meinen Zickzack
kurven Worte
aus Nichts gerundet
in Reihen und Glieder
Grün quillt Sehnen
welk in die Nebel


Bild enstanden mit der HDR-App für Android im Schlossgarten Schwetzingen

Schlossgarten Schwetzingen Apollotempel

(Mark Knofler, Sailing to Phil. auf den Ohren)

I

Sing doch
schrei doch
schreib doch
immer die gleiche
Leier
ach der Frieden die Gerechtigkeit
Nur die Sieger
kränzen ficken
Lorbeer
in heilige Uzzis

II

Lies mir die Schuppen
vom Haar
Die Risse in meinen
Lippen
lächeln auf deine
gezupften
Beine
Augenbrauen
heben
sich

III

Meine Stufen
rinnen zum Berg
ich fließe
schon lange
nicht mehr
so hoch hinauf
Blätter schwimmen
erinnern sich
an übernächstes
Jahr

IV

Auch diesen
Code werden
schlüsseln
Gefühle kaufen
wir zu
Küss mich
source mich
aus
Wir nennen es Liebe
so what

Schlossgarten Schwetzingen Hirsche im Blick

(Miles Davis 1958, auf den Ohren))


I

Pflege und Pflüge
doch, doch
es gibt sie noch
Ordnung und sag jetzt nicht
Liebe
das Chaos frisst doch
die Nebenkosten
Pflege und pflüge
blitze das Gold
zeuge auf Marmor
auch die Alten ja
zeuge und pflüge
und hör doch auf
mit Liebe
Ein Kuss speit Hirsche
über Wasser

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Schwetzingen, wieder einmal

Gestern zog es mich in den Schlosspark nach Schwetzingen, meditatives Rad fahren, Kopf freimachen. Schreiben an schönen Orten. Ich hatte eine Serie von Dialekt-Texten im Sinn, eventuell als Erweiterungen der Uhne Ferz – Texte. Und dann schon auf dem Weg dieses Plakat. Bilder zu Domin. Aber erst Mittwochs offen. Heute. Ein Blick in die Orangerie ließ mich wenig Neugier verspüren diese Ausstellung zu besuchen. (Siehe mein Wolkenfoto in das Plakat gewurschtelt). Aber die Domin gab den Ausschlag für etwas ganz anderes. Ich bin ja ein armer Poet, wenn ich Gedichte brauche, dann schreibe ich sie selbst, samt den Bildern. Ein „running gag“, ich weiß. Also streunte ich durch den Park und definierte 4 Orte. Stopfte mich mit Ohrhörern zu und schrieb. Es wurde eine Serie von 4 x 4 (mehr oder minder lyrischen) Texten. Assoziationen zur Umgebung, zur Musik, zuu meinem inneren Befinden. Schwetzingen, dieser morbide Traum einer heilen Welt in Parkgestalt in Mitten einer betonierten Welt. Eine Moschee, die keine ist, die romantische Verklärung des Altertums, die absolute Beherrschung der Natur. Es fasziniert mich immer wieder, reizt mich und zieht mich magisch an. Nicht nur das Bier des Brauhaus Ritter. 😉 Ich werde die vier „Sessions“ einzeln hier posten, mit dem Tag #sw0809 versehen, damit man sie auch zusammen aufrufen kann.

Weiterführende Links:
Bilder vom Schlosspark Schwetzingen aus dem Düsiblog
Website des Parks
Das Schwetzinger Schloss in der wikipedia
Private Website zum Thema
Mein Besuch in 2008