Ruinen, Burgen und Absurdistan

Dieser Sommer findet bisher immer tageweise statt. Gestern auf einen Schlag +30┬░. Ich wollte, musste, sollte, hinaus. Mir war nach k├╝hlem Wald nach hei├čem Ritt. Ich war ja letztes Jahr schon dort, aber die Deiche wurden immer noch saniert. Ich wollte nachsehen. Ein Trip nur im eigenen Bundesland, dem heimatlichen Kreis. Geht bei uns ja nur gen Norden.


Stark sinnierend. Erstaunlich flott unterwegs. Durch die Heide, die ja nur durch den kalten Krieg entstand, Panzer hatten den Wald fast tot ge├╝bt. Dann durch die Ebene mit intensiver landwirtschaftlicher Nutzung. Nichts au├čergew├Âhnliches, meist Spargel. Dann die G├Ąrtnersiedlung in B├╝rstadt-Boxheimerhof Ich nenne es immer Suppenweg. M├Âhren, Lauch, Sellerie, Zwiebel, alles am Wegrand und vor allem die Firma B├Âttcher, Kr├Ąuter en Masse, vor allem Schnittlauch. Auf einem Feld wurde geerntet, von Hand und geb├╝ndelt, nein, arbeitende Menschen wollte ich nicht knipsen..


Wehmut irgendwie, heute ist ja Johannis, die Spargelzeit ist vorbei, wie der Mitsommer. Das Jahr eilt schon wieder dem Herbst entgegen.


Der Weg durch die fast verlassenen Orte im s├╝dhessischen Ried in der Knallsonne, Bobstadt noch und dann Biblis. Die Gurkenstadt. Ewig verdr├Ąngt, das AKW. Gleich begr├╝├čt von der Weschnitz.

Das wirkt immer wie aus dem Mond gefallen, der ICE in der Landschaft, nicht im l├Ąrmenden Bahnhof.

Die Bach, die Bech, weiter flussaufw├Ąrts. Ich arbeitete 37 Jahre an ihr, ├╝berquerte sie mindestens 2 t├Ąglich, da in Weinheim. Nichts nat├╝rliches an ihr. Wie ein Strich in die Landschaft gegraben, seit Jahrhunderten. Aber solche Ungeheuer k├Ânnen auch die R├Âmer nicht auf diesem B├Ąchlein transportiert worden sein, wie oft behauptet wird, wenigstens meiner geringen Meinung halber.
(Bild eingebettet aus Wikipedia)

Felsenmeer Reichenbach Altarstein 01.jpg
Von Kuebi = Armin K├╝belbeck – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3267492

Aber dann der Weg zum AKW. Immer noch seltsam anmutend, auf g├Ąnzlicher leerer Stra├če. Bis ganz hin und dann links vorbei. (Wer mit dem Auto zur Burg Stein will sollte dort parken, ob man das darf? Dann einfach hoch zum Damm und links ab, so 1 km bis zur Br├╝cke.)

Die teuerste Ruine des Kreises heutzutage, abgeschaltet, Lager f├╝r den ewigen Atomschrott, nur noch als Rechtsstreit taugend.


Tats├Ąchlich ist die gesamte Umgebung des AKW als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Klingt absurd, ich wei├č, absurd wie die gesamte Atomgeschichte, samt Wende.
Dabei ist es sch├Ân dort. Zu ihrem Abgang in den Rhein hat man ihr ein wundersames Bettchen gegraben.


Ich vesperte und las, lies es mir gut sein, da im Steiner Wald.


Dann ein paar Meter weiter die Burg Stein. Urspr├╝nglich einer der rechtsrheinischen Schutzh├Ąfen der R├Âmer wider diese garstigen Barbaren, ja, auch die Franken, meine Vorfahren, die sich dann doch irgendwann das Land nahmen. Nicht migrierten, gell, mit dem Schwert in der Hand die keltisch-r├Âmische Kultur zerst├Ârend, das was damals das Abendland war, ich h├Âre ja schon auf.


So ist das also in Biblis mit den alten und ganz neuen Ruinen am Rhein. Pardon, Biblis-Nordheim.
Dann noch am Damm entlang hinunter an den Rhein. „Zur F├Ąhre“ hei├čt die Kneipe. (Merke! Der Kreis Bergstra├če besteht eben nicht nur aus Odenwald. Hier beginnt der Rhein sein hessische Abenteuer bis hinauf nach R├╝desheim.

Dann nach Hause, via Nordheim, Hofheim

Aber das hatte ich ja schon hier erz├Ąhlt.

Mitten im Wald dann ein Anruf: „Geht es dir gut?“ Ich hatte nix mit bekommen. Geiselnahme in Viernheim. Kein Kilometer von meiner Wohnung entfernt. Absurdistan. Das Gef├╝hl, dass alles nur noch absurd ist. Durch unser St├Ądtchen geradelt, alles ganz gew├Âhnlich und doch war da ein Mensch erschossen worden. Die Tage werden es noch zeigen, was das denn war. Der Brexit drohte auch. Trump geistert. Absurd, absurd, absurd. Mein Wunsch nach Dada wird ├╝berm├Ąchtig. Ich werde die Tage das Zeug wirklich schreiben. Der geistigen Gesundheit geschuldet.

Egal, mein Leben geht weiter, was soll ich auch machen. Ich wusste nicht, ob die 5 fuhr (Die Stra├čenbahn f├╝hrt ja direkt am Kino vorbei). Also noch einmal aufs Rad, diese Mal dem H├Ąusermeer entgegen. Theater.

Absurd? Absurd! Ich bin so absurd, wie die Welt. Vor dem Heimweg noch ein Bier am Fluss, dem gro├čen Nebenfluss, nicht der Weschnitz, 20 Rheinkilometer weiter s├╝dlich.

Und zum Abschied der Blick, hin├╝ber zur BASF, die hoffentlich nie Ruine wird, die tickt vielleicht l├Ąnger, als die Atom-Eier, den Rhein aufw├Ąrts..

Bald ist wieder Europameisterschaft, wo das Absurdistan siegen wird, egal welches.

Tourist sollst du sein,
oder: Der Fluch des Mikelbower!

Erstmals ver├Âffentlicht wohl 07/2001, aber ├Ąlter, als der Zwang „Urlaub“ zu machen noch stark war, entstanden auf dem Marktplatz in Heidelberg. In der Zeit, als ich nur im Dialekt schrieb und ja, so sah 2001 meine Homepage aus.

fluch
Was da denn hei├čt:

Der Fluch des Mikelbower

Tourist sollst Du sein in deiner Heimatstadt
(Kinder im Preis oft inbegriffen)
Auf ewig in Halbpension,
Abgegriffen, abkassiert, Heimatabendkastriert.

Tourist sollst du sein wo immer du auch bist
Selbst am Brunnen vor jenem Tor
Auf ewig in Halbpension
Du Herzilein, mein Schornstein ist rein.

Inzwischen probiere ich sehr wohl „Tourist“ in der eigenen Region zu sein. Was auf den Urlaub warten? Jetzt als Rentner sowieso. Nur das Wetter macht nicht immer, wie ich will. Warum sollte ich das nur weit weg von hier machen? Die Museen, die Landschaften, die Parks, die Theater, die Fl├╝sse, die Burgen und Schl├Âsser nur f├╝r Touristen von anderswo? Doch, inzwischen gehe ich sogar hoch zum Schloss in Heidelberg, Chinesen z├Ąhlen. (Merke: Das Schloss fehlt hier immer noch, die ber├╝hmteste Ruine der Welt, sagen sie wenigstens, die Heidelberger Marketiere.)

Das ging schleichend. Irgendwann d├Ąmmerte mir, dass man das Rad nicht nur der Bewegung willen fahren kann, sondern mit einem Ziel, dass man ein Bierchen auch bewusst in Mannheim trinken kann oder in Ladenburg, statt im langweiligen Viernheim. Nach Weinheim hatte ich ja fast immer eine VRN-Jahreskarte, des Broterwerbs wegen, heute die Karte ab 60 des VRN, die Superflat, sozusagen. Irgendwann begann ich dar├╝ber auch zu bloggen, was letztendlich zu diesem Blog f├╝hrte. Vorgestern wurde mir etwas noch mehr bewusst, die Region kann man ja heute auch schon einmal mit „Metropolregion“ definieren und weil ich etwas suchte fand ich diese Liste. Ich aber wohne in Viernheim, ich zeig euch das nachher noch, und unser Kreis Bergstra├če mit der Hauptstadt Vettelheim, dank seines hartn├Ąckigen alten Landrates, ist Mitglied der Metropolregion Rhein-Neckar UND der Metropolregion Rhein-Main. Rechnet man die Einwohnerzahlen zusammen f├╝r diese fiktive Metropolregion Rhein-Main-Neckar, dann w├Ąre diese die zweitgr├Â├čte nach Rhein-Ruhr, weit vor Berlin und M├╝nchen, erstaunlich eigentlich. Nur damit ihr wisst, was diese Region da ausmacht. :))

Aber jetzt fang‘ endlich an, Herr Mikel Bower!
Gestern wollte ich eigentlich die Pfingstrosen in Lorsch bewundern, am Sonntag zum Welterbetag ist zu viel los, aber es gab S├╝dwinde mit leichten B├Âhen und das mag ich nicht auf dem Rad, also nahm ich die 5 um im Sanit├Ątshaus wegen neuer Einlagen zu verhandeln, in Weinheim. Unterwegs fiel mir ein, dass es Pfingstrosen bestimmt auch im Hermannshof gibt. Seit die Weinheimer ihre Busse bestens organisiert haben nehm ich dazu gerne den 633.
Nat├╝rlich hatten die EX-Kollegen das.


Der ganze Garten bl├╝ht und die Farben bewundern sich selbst. Man kann das gar nicht alles knipsen.


Warum eigentlich auf dem Balkon zu Hause lesen, dachte ich mir, der Tolino war ja im Rucksack, so ist das wenn man nicht nur auf Print fixiert ist.


Bis der Hunger kam. Auf dem Weg downtown lockte die Burg, die Bratwurst ├╝ber der Ebene zu verspeisen, vielleicht ein Gedicht ├╝ber Touristen schreiben, obwohl, das hab ich ja schon, siehe hier, auf dem Marktplatz, von unten hoch, zur Burg geschrieben. „Burgenromantik“

Die Windeck in Weinheim, aus den Gassen geknipst.

Die Windeck in Weinheim, aus den Gassen geknipst.


Aber es war geschlossen. Man erwartete wohl kein gutes Wetter!


Ja und in der Mitte des Bildes in der Ebene liegt Viernheim, vor dem Klotz Mannheim und vor allem im Hinterrund, am Rhein die BASF, kilometerlang. Ich berichtete. Also die ganze Metropolregion ist das aber noch nicht, gell, die sieht man besser von dr├╝ben, also von Wachenheim aus.
Also trottete ich die 20 min wieder in die Stadt hinab und unten, dort wo sie die Betonkl├Âtze vor die Burg gesetzt haben, an der Grundelbach, damit auch die H├Ąsslichkeiten Weinheims in der Altstadt dokumentiert sind, dort vor dem Altenwohnheim sa├č die Frau eines l├Ąngst verstorbenen Kollegen in der Sonne im Rollstuhl und rauchte. Auf dem Weg, ein weiterer Ex-Kollege dement am Rollator, so ist das eben wenn man alt wird, die Generation vorher ist noch ├Ąlter, tattriger, ich werde irgendwann folgen. Aber kein Grund zur Panik, weiter auf dem Weg, die Enkelin eines Kollegen probiert schon mal die neuen Hotpants aus, ihr Freund ist begeistert.
Es gab dann D├Âner, auch bei einem Ex-Kollegen, der mit der Abfindung vor zich Jahren, die Struktur musste mal wieder angepasst werden, seine Bude aufmachte.
So eine alte D├Ânerbude, sauber, aber keine dieser neuen Glitzerbratereien mit Angeboten auf Monitoren und mit Softdrink und Pommes als Men├╝. 2,50 der halbe D├Âner, selbstgesteckt, selbst anger├╝hrte Joghurtsauce, hatten wir manchmal auch zum Vesper in der Sp├Ątschicht, ist ja nicht weit weg, die Fabrik.
Mir wurde dann lachend bewusst: In einer Stadt, in der man 37 Jahre arbeitete, kann man kein Tourist sein. Die Geister der Vergangenheit sind ├╝berall, die der Lebenden sowieso. Und die Gedanken reisen. Fast alle Liedtexte f├╝r „Uhne Ferz“ schrieb ich hier, in l├Ąngst untergegangenen Kneipen, die Szene tobte sintemals. Nur als Beispiel. Aber zum Abschluss musste ein Woinemer sein. Wie immer, auf dem Marktplatz, dort wo die Rolex am Arm wohnt und die Damen mit ihren Buchstabent├Ąschchen g├Ąhnen, nicht wissend, dass einst in der Ebene daf├╝r Material, ├Ąh, ja, und f├╝r ihre Gesundheitsschlappen und die Sitze vom Sternchencabrio. Drunten wo Weinheim h├Ąsslich ist. Aber nicht hier, im Weinheimer Montmartre.


Warum ich das alles erz├Ąhle, ist ja wohl banal alles. Allt├Ąglich. Ja. Aber die Banalit├Ąt des Allt├Ąglichen kann doch kleines Gl├╝ck geb├Ąren, manchmal, wenn man es kann, man es zul├Ąsst und das Schicksal gn├Ądig ist. Ich wollte, dass ihr das wisst. ­čÖé
Aber demn├Ąchst werde ich auch wieder das Netbook mitnehmen, auf die Burg, damit ich wieder Burgenblogger bin. Der Staatsburgenblogger ist ja auch wieder zu Gange, mal seh’n, ob er durchh├Ąlt.

Wege in die Pfalz und noch ein Bruder des Englischen Gartens

Den kennt Eintrag ihr ja noch… Aber von vorn…

Eigentlich suchte ich nur einen neuen Radweg in die Pfalz. Da gilt es n├Ąmlich den Rhein und die Bahnstrecken zu ├╝berwinden. Tja, die Br├╝cken liegen im Gro├čstadtverbund Mannheim-Ludwigshafen mit ihren Betonw├╝sten und Pfahlstra├čen. Dann liegt auf der linken Rheinseite der Gro├čklotz BASF direkt am Ufer, den man umfahren muss. Faszinierend, aber eher l├Ąstig, fahrradtechnisch gesehen.

Danke f├╝r den Tweet! @CmodulBaresi

Also durch den Wald. Die Wege von fr├╝hester Kindheit an eigentlich bekannt. Die Amis (The Army) sind ja weg, keine Panzer bedrohen mehr die Radk├Ąppchen.

(F├╝r die Hiesigen der Weg: Viernheim Tante Anna, K├Ąfertal Wasserwerk, Karlstern, Ahornstra├če, Schild Blumenau folgen) Und da ist die L├Âsung f├╝r die Bahn!!


(…dann rechts ab, Leute, bis zur Autobahn und links parallel dazu, am K├Âttbullar-Palast vorbei, bis die romanische Autobahnbr├╝cke ├╝ber den Rhein protzt..


Und das ist die L├Âsung f├╝r den Rhein!

(Man kann da zwischen den Fahrstreifen entlang fahren, oben)
Nun ja, jetzt muss ich statt durch Ludwigshafen durch das, ├Ąhm, liebreizende Frankenthal hindurch. Nun ja, da muss ich mir noch einen Weg drumherum suchen. Es war noch Zeit und ich wollte noch Reben sehen, als ab gen Heuchelheim nach Dirmstein. Dirmstein ist ein erstaunliches Dorf, einst Sommersitz der Wormser Bisch├Âfe und ihrem Hofstaat, samt ihren adeligen B├╝rokraten. Aber lest selbst in einem der aufwendigsten Wikipedia-Artikel f├╝r ein 3000 Seelen Ort. Da hat sich der „Singende Schiedsrichter“ und Mundartpoet-Kollege Albert Keil verlustiert. Er pflegt seine Homepage noch in der Art, wie 2000, als wir uns im Web begegneten… ­čÖé
Bleibt noch meine Tweets hier zu teilen, der Garten sieht nicht mehr aus, wie einst, als Sckell auch hier wirkte. So ist das eben auch ein sehr kleiner Bruder vom Schlosspark Nymphenburg und dem Park des Carl Theodor in Schwetzingen.
Ja und die Kirche soll irgendwie nach einem Plan von Balthasar Neumann gebaut sein, wie die W├╝rzburger Residenz auch, die Sch├Ânborner Bisch├Âfe dort und in Worms hielten halt zusammen.
Ja, ja, Dirmstein. So geheim, versteckt und doch dem Weltkulturerbe so nah.

Die H├Âlle von Ludwigshafen durchfuhr ich dann doch mit der Bahn, nach Mannheim HBF, was wohl auch weiterhin mein Weg in die Pfalz sein wird, ich habe ja die Karte ab 60 des VRN und das Rad darf ich da mitnehmen.
Blieb noch der Ritt zur├╝ck nach Frankenthal.

Ach 2016 beginnt auf dem Rad..

Weil Anne Aschenbrenner aus Wien ihr „Mit ohne Auto“ Blog (wieder) aktivierte und auf Twitter darauf hinwies

erinnerte ich mich auch an mein „Ausflugsblog“ hier. Die Saison beginnt ja langsam, die ersten sonnigen Tage werden genutzt, um nachzusehen, ob noch alles da ist, nach dem Winter. ­čÖé Ich wei├č, kann man hier alles nachlesen, eigentlich..
Endlich wieder Mannheim per Rad erleben, der Wasserturm sprudelt wieder

Am Wasserturm Mannheim mit Blick auf die Jugendstil-Arkaden

Am Wasserturm Mannheim mit Blick auf die Jugendstil-Arkaden

Dann nat├╝rlich die Minitour in die Nachbarstadt gen Osten, in der ich 40 Jahre arbeitete..

Rapsfelder in Viernheim am "Alten Weinheimer Weg"

Rapsfelder in Viernheim am „Alten Weinheimer Weg“

Dort die japanische Magnolie vor dem Mammut im Hermannshof

Selbstbildnis mit japanischer Magnolie vor Mammutbaum im Hermannshof Weinheim

Selbstbildnis mit japanischer Magnolie vor Mammutbaum im Hermannshof Weinheim

Gestern dann der j├Ąhrliche Trip zum absolutem Bl├╝tenporno. Der Radweg von Schriesheim nach Heidelberg-Handschuhsheim. Nur ca 300 m von der B3 am Hang der Bergstra├če entlang. Man kann sich besoffen sehen an Bl├╝ten, vor allem im letzten Teilst├╝ck ab Dossenheim. Das ist dann mein Heidelberger Fr├╝hling ­čÖé

Bebl├╝hte Strahlenburg hinter Wingert in Schriesheim. Badische Bergstra├če.

Bebl├╝hte Strahlenburg hinter Wingert in Schriesheim. Badische Bergstra├če.


Auch der Schriesheimer Wein beginnt zu treiben. Ich bin gespannt auf den 2016er.

Auch der Schriesheimer Wein beginnt zu treiben. Ich bin gespannt auf den 2016er.


G├Ąrten am Hang der Bergstra├če in Heidelberg-Handschuhsheim

G├Ąrten am Hang der Bergstra├če in Heidelberg-Handschuhsheim


Blick ├╝ber die sanften H├╝gel der badischen Bergstra├če in Heidelberg Handschuhsheim, ganz in der N├Ąhe der Tiefburg.

Blick ├╝ber die sanften H├╝gel der badischen Bergstra├če in Heidelberg Handschuhsheim, ganz in der N├Ąhe der Tiefburg.

Der R├╝ckweg ├╝ber den Schwabenheimer Hof, den Neckar entlang nach Ladenburg war dann nicht mehr ganz so spektakul├Ąr…

Ich denke, dass dieses Jahr wieder ein Ausflugsjahr wird, zu mehr #lustparken mit Herrn Sckell (Aschaffenburg lockt). Da gibt es auch ganz viele Burgen noch zu entdecken. M├Âge das Wetter mit uns sein..

Was wei├č ich, was Heimat ist?

Ein Beitrag zur Blogparade von KatjaWenk.de „Was ist Eure Heimat?“

Ich schreibe AUCH Mundart-Gedichte. Siehe hier oder hier. Leute wie mich, nennt man gerne Heimatdichter, alte Trottel, die vor sich hin sabbernd unreine Reime gießen. Ein negativer Begriff. Mit Händen und Füßen wehre ich mich dagegen. Ich schreibe auch in (kur)-pfälzisch, weil es meine Mutter & Vatersprache ist.
rad


Es gab und gibt Heimatfilme, zumeist Kitsch triefend, gefühlsduselig. Furchtbar. Soldaten schrieben von der Front in die Heimat, heute wieder, am Hindukusch, wo die Heimat einmal mehr verteidigt wird. Die USA haben ein “United States Department of Homeland Security” und das hört uns alle ab, liest unsere Daten aus, schnüffelt in der Post, stiehlt Wirtschaftsgeheimnisse. Heimat, Patria sagten die Römer, was von Pater kommt und in den Patriotismus mündete in das Vaterland, was beherrscht wurde und zu schützen war und ist. Frauen haben kein Vaterland? Dann doch lieber Heimat. Eigentlich gar nicht so schlecht das Wort, wenn man es nicht tümelt.
Früher war die Heimat klein. Reisen war mühselig und teuer. Alles war eng. Heute kennen manche Leute ihre zweite Heimat auf Mallorca besser, als ihre allernächste Umgebung. Wir sind mobil, vernetzt. Es gibt sogar Leute, die behaupten, sie wohnten im Netz, hier sei ihre Heimat, absurd das oder doch nicht?
Heimat, ja nun. Ich wohne im fast südlichsten Zipfel Hessens und fahre täglich mit dem Rad zur Arbeit nach Baden-Württemberg, Sonntags kann es vorkommen, dass ich in Mannheim kurz über die Rheinbrücke husche um in Rheinlad-Pfalz einen Cafe zu trinken. Nirgendwo kommt die deutsche Kleinstaaterei deutlicher und lächerlicher zu Tage. Doch, unser Verkehrsverbund musste von den Ministerpräsidenten in Mainz, Wiesbaden und Stuttgart ratifiziert werden und hat Anbindungen an das bayrisch besetzte Franken, das Saarland und Frankreich. Die Stadt, in der ich lebe, hat übrigens das Mainzer Rad im Wappen und wenn ich in die hessische Haupstadt will, mit der Bahn, dann muss ich in der rheinland-pfälzischen Haupstadt in die S-Bahn steigen und in die Schwesterstadt Wiesbaden fahren, vorher den Verkehrsverbund Rhein-Nahe tuschierend oder rechts des Rheins durch den Rhein-Main Verbund. Also, was soll ich Euch sagen, was meine Heimat ist?
Kompliziert ist das, scheinbar. Zu allem Überfluss gibt es heutzutage auch noch Metropolregionen. Ge-nau. Und unser Kreis Bergstrasse, somit auch unsere kleine dumme Stadt (siehe Impressum) ist ganz offiziell Mitglied von zwei dieser Dinger. Der Metropolregion Rhein-Neckar und der Metropolregion Rhein-Main. Mit was weiß ich wievielen Dax-Unternehmen und Großbanken, chemischer und anderer Industrie, der Apfelweinmetropole und der größten Rebfläche Deutschlands, drei romanische Kaiserdome am Rhein und ja Heidelberg ist auch dabei und das Headquarter der USAREUR, der US_Army in Eurasien.
Aber auch das ist kompliziert. Um es einmal besser zu positionieren: Meine Heimat ist ungefähr das, wo man südhesisch, rheinhessisch und pfälzisch spricht (samt dem pfälzischen Ablegern im Saarland). Wer hat jetzt wieder Heimatdichter gesagt? Und hat man gemerkt, dass ich diese verrückte Gegend liebe? Aber ob das die Heimat ist? Was weiß ich. Kann so ein MundArt-Dichter nicht wissen. :))

[Das Blog von Katja Wenk gibt es wohl nicht mehr, daher auch die Blogparade nicht mehr. Ich wei├č nicht warum…]

Noch ein Bruder des englischen Garten

Am Tag, als die @Burgenbloggerin hinschmiss unternahm ich eine Radtour f├╝r #burger…. (Und das war reiner Zufall, ich las es unterwegs.) Schade, aber da wurde jemand systematisch verheizt, von den Auftraggebern und der Politik, ob rot-gr├╝n oder schwarz, ich h├Ątte gerne mehr gelesen von einer @wortwalz, der man die Ruhe gelassen h├Ątte.. (Meine Eindr├╝cke aus der Ferne) Aber was soll’s, meine Projekte gehen weiter, auch wenn mich das Leben durch Aufgaben und dieser irrsinnige Sommer ausbremsen. Gestern war es wieder einmal soweit…20schloss_beschreibung
Aber lest weiter im Storify!
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#lustparken in Neckarhausen – Die kleinen Br├╝der von Nymphenburg 1

Ich hatte es ja angek├╝ndigt!
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Ein Park hinter einem Schl├Âsschen in einer kleinen Ortschaft am Neckar, Edingen-Neckarhausen, genau in der H├Ąlfte zwischen Heidelberg und Mannheim, direkt gegen├╝ber der alten r├Âmischen Garnisonsstadt Ladenburg. Erholsam, geruhsam, wohl gepflegt. Und doch erz├Ąhlt der Park von einer wilden Zeit. Als in Frankreich die Revolution ausbrach und Napoleon Europa neu gestaltete. In den deutschen Theatern herrschte der Sturm und Drang, in Wien war man klassisch.
1778 verlegte der Mannheimer Kurf├╝rst seine Residenz nach M├╝nchen, samt Hofstaat, mit allem, au├čer dem Theater, das schenkte er den Mannheimern als Nationaltheater, damit der Herr Schiller r├Ąubern konnte und es heute noch Schillertage gibt, damit wir (Eigenbezug, gell, das ist ein Blog!) mit dem #hashtag #schiller2go demn├Ąchst tweetuppen k├Ânnen, aber halt, das ist ja Theater, da gibt es heutzutage Mashups! Also Twitter und Facebook und Blog und Instagramm, alles quer durcheinander und doch wohlgeordnet.
Damit aber daheim in der Kurpfalz und droben in D├╝sseldorf alles palletti blieb, ├╝bergab der Karl seinem alten Kumpel Franz Albert Leopold von Oberndorff die oberste Leitung. Der Arme wurde dann auch noch verhaftet, weil er Mannheim in einem dieser Koalitionskriege den Franzosen kampflos ├╝bergab. Zwischendurch kaufte er sich aber ein eigenes Schl├Âsschen, das Mannheimer war ihm wohl zu gro├č, genau, in Neckarhausen. Weil er aber auch der Chef des Herrn Sckell war, lie├č er sich einen Plan machen f├╝r einen englischen Garten, den dann sein Neffe wirklich anlegen lie├č. Somit ist dieser Park, so 12 km von hier, ein kleiner Bruder der M├╝nchner G├Ąrten, und von Schwetzingen. Wei├čblaue Herrlichkeit am Neckar, wittelsbachische, nicht bayrische. Schade, dass der Park heutzutage geschrumpft ist, er ging wohl sintemals bis hinunter zum Neckar … Aber folgt mir doch einfach ins Storify. Das Erste mit dem #hashtag #lustparken. Es gibt ja noch mehr G├Ąrten aus Pl├Ąnen des Herrn Sckell in Fahrradreichweite. Auch eines von einem anderen Minister und Intendanten des Karl Theodor!

#lustparken mit Herrn Sckell

Clarus Friedrich Ludwig von Sckell, Gartenbaudirektor f├╝r die Rheinpfalz und Bayern mit Sitz in Schwetzingen, Hofgartenintendant in M├╝nchen.

Nein, nein, ich werde mich nicht mit Gartenbau und Landschaftsgestaltung besch├Ąftigen. Ich liebe Gartenbau und Landschaftsgestaltung, solange das andere tun. Ich pers├Ânlich habe keinen Garten, leiste nur in Mutters Garten meist als unzul├Ąnglich benotete Gartenfrohnarbeit, aber es gibt gen├╝gend ├Âffentliche Anstalten des allgemeinen Parkgedingses, die mich einladen zu #lusten.
Ich will auch nicht gelehrte Abhandlungen ├╝ber Herrn Sckell etcetera verfassen, auch keine Reiseliteratur oder andere Verf├╝hrer schreiben. Ich will noch nicht einmal Parks beschreiben oder lobpreisen. Ich will einfach mein Rentnerausfl├╝ge strukturieren ein wenig zielgerichtet dar├╝ber hier berichten, was auch immer aus diesem Projekt #burger denn wird. In gewohnter Manier.
Warum Sckell?
Nun. Als ich mich in das Projekt #lustwandeln einhackte und aus Schwetzingen reichlich respektlose Tweets absetzte war klar, dass sowohl Schwetzingen als auch Nymphenburg von Sckell zumindest mitgestaltet wurden. Ein Blick auf Wikipedia und die Werkeliste und noch eine Liste siehe da. Das gilt es abzuarbeiten!
Weinheim vielleicht, Dirmstein, Edingen-Neckarhausen hatte ich schon im Blog und ist jetzt mit „Sckell“ getaggt. Nat├╝rlich war ich schon in Birkenau, in Biebrich, Herrnsheim. Aber das werde ich alles nachholen. Zertweeten und ├╝berbloggen, vielleicht Lyrik dort, dazu, dar├╝ber schreiben.

Das ist auch eine weitere Ann├Ąherung an die Wittelsbacher an Isar und Rhein und ihren Bediensteten. Ja, ja das hat auch mit Theater zu tun. In Herrnsheim spielt da ein Dalberg mit, der in Mannheim dem Schiller die R├Ąuber intendantete und ich in 2015 deshalb Karten im Nationaltheater zu des Herrn Schillers Tage habe. Des Dalbergs Bruder ├╝brigens, auch dort am Park geboren, war Mitglied der Illuminati. ­čÖé Und so k├Ânnte das auch eine ganz spezielle Gralssuche werden, aber meine Fantasie schl├Ągt Kapriolen, auf einmal fangen die Leute noch an die Rasen zu durchw├╝hlen. Nein, nein, das ist Unsinn, gell! Obwohl die Dalbergs als fr├Ąnkischer Adel bestimmt mit den Merwowingern irgendwie… (#schlussjetzt) (Siehe dazu meinen Schillercode)

Ich begann schon zu recherchieren, Literaturlisten anzulegen, Fernleihen zu erw├Ągen, aber hey, das ist nicht der Weg des mikelbower! #burger ist spontan und h├Âchstens Guerilla. Wir sollten ja nicht vergessen, das alles zu banalisieren. Hei, das ist Selbstkulturvermittlung, ein #cultureselfie. (Ich fasse es nicht!) Wenn ich brauchbare Infos finde ist das gut und ich werde sie hier erw├Ąhnen, wenn nicht ist das auch gut, dann war das eben #lustparken. Genau, es gibt ja noch mehr Parks. Die werde ich nur mit #lustparken taggen, wenn der Herr Sckell seine H├Ąnde im Spiel hatte, dann tagge ich das auch. Das ist auch eine Zeitfrage. Schlie├člich warten noch andere Projekte. Nicht nur umhergondeln. Das Schreiben, ja, ja die Drachenstories gehen auch weiter. Schlie├člich geh├Ârt Herrnsheim zu Worms, der Drachenstadt!
Da ist vieles um die Ecke, mit dem Rad erreichbar. Das werde ich spontan angehen. Und vielleicht irgendwann, wenn der Tatter mich erreicht, was hoffentlich noch Jahrzehnte dauert, das mit Literatur und Gartenbautheorie verfeinern. Wer wei├č. Aber jetzt lassen wir erst die Br├╝ckentage und Pfingstochsenfeierlichkeiten hinter uns, damit es leerer wird in den kleinen Br├╝dern des englischen Gartens!

Drachrhein, @drachenmail 0.1

Von: dragon@universe.all
Betreff: About us
An: Peter_Lisa@gmail.com

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Hi Lisa, hallo Peter, ihr zwei Lieben!

Wir sind urspr├╝nglich Einwohner eines Gasriesen in einem Universum, das ihr noch nicht kennt. Geistwesen. Nein, wir k├Ânnen es nicht n├Ąher beschreiben. Nicht ohne eine Einf├╝hrung, die ├äonen dauern w├╝rde. Nehmt es einfach hin. Wir bestanden normalerweise zu 90% aus einem Gasgemisch, das auf der Erde nicht vorkommt, wie ihr aus H2O. Vor langer, langer Zeit, als selbst die Jedi noch nicht geboren waren, gab es bei uns eine Bewegung, mit Geistis, die ihr wohl als ÔÇ×HippiesÔÇť bezeichnen w├╝rdet.
Wieder einmal tobte ein ÔÇ×B├╝rgerkriegÔÇť im Universum, den sie verachteten. Sie fanden einen Weg der transuniversalen Verfl├╝chtigung in die Schwerkraft. Ein Weg unter anderem zu eurem Planeten. Unsere Vorfahren waren entz├╝ckt von all dem Leben, das sich entwickelt hatte und beschlossen in K├Ârper zu transformieren, die auf diesem Planeten leben konnten. Ein Leben als Gaswesen lehnten sie ab, so sehr hatten sie den ewigen Krieg in ihrem Gasriesenuniversum satt.
Sie vermischten sich unwiederbringlich mit der DNA eures Planeten. Aber wie bei euren Hippies auch, gab es K├╝nstler, die nicht einfach irgendwie so werden wollten, sondern ihre K├Ârper designen, als Kunstwerk leben wollten. Und so entstanden in tausend Agenturen, Studios und Ateliers Wesen wie ihr sie kennt. Entsprungen den Hirnen von Gasis, die berauscht von den Ger├╝chen der Dschungel und Savannen Drachen, Einh├Ârner, Hexen, Trolle, Zwerge, Riesen, Elfen, Elben und all die Wesen, die ihr aus eurer ÔÇ×FantasyÔÇť kennt. Weiterlesen