Römerglanz, Paul und Museen

tl;dr
Ich war auf dem Weihnachtsmarkt in Frankfurt.
Und in Museen. Das beschreibe ich aber im Hauptblog! Dieses Jahr gibt es Museen und Weihnachtsmärkte, die ganz nahe dabei liegen von den Nebenflüssen des Rheins. Main und Neckar, also alle wieder aus unseren zwei Metropolregionen Rhein-Neckar und Rhein-Main. Für uns HP-Menschen.
(Zum Beitragsbild: In letzter Zeit nehme ich ja gerne Plakate von Ausstellungen mit. Originalbilder dieser Klasse könnte ich mir ja nicht leisten, wohl aber Originalplakate, gell! Aber bei Schneegestöber damit über den Weihnachtsmarkt zu traben macht keinen Spaß, also gab es Magnetbildchen für den Kühlschrank. Hier die von der Schirn! Die Sammlung dort wächst auch. Die Milch im Inneren, samt Eiern und Riesling sind schwer beeindruckt! Ja, das sind sehr oft Weinachtsmärkte!)
Laut Eigenaussage ist der Frankfurter Markt einer der bedeutendsten in dieser unserer Republik, deren Haupstadt sie ja nicht wurde, schade eigentlich. Nun ja. Er hat schon was.

Lichtermeer auf dem Weihnachtsmarkt in Frankfurt. Die Bürgerhäuser wurden extra neu wiedergebaut, so als Kulisse. 🙂

Die Kulisse ist schon gewaltig mit Römer und der Paulskirche, die Wolkenkratzer der Banken immer im Hintergrund. Gegen die Märkte an den Kaiserdomen im letzten Jahr komm er nicht an. Den hiesigen Kaiserdom binden sie nicht ein, in den Markt, er winkt nur hinter der Schirn vor.
Solange es nicht regnet #lustwandle ich vom HBF in FFM zum Römer immer entlang des Mains. Macht die Rübe frei. 🙂 Im Hintergrund der Frankfurter Dom, wo einst die Kurfürsten ihrem gewählten Kaiser huldigten.

Schon am frühen Mittag ist einiges los.

Das sieht im Dunkeln natürlich anders aus!


Der Weihnachtsbaum vor dem Frankfurter Römer, wo ganz früher die WM-Pokale gehisst wurden..

Vor der Paulskirche geht es weiter bis zur Zeil. Es waren heute keine Buchpreisträger oder Friedenspreisträger zu sehen. Die Buchmesse ist ja schon lange vorbei… Mein Gott, das waren doch nur ein paar Wochen her.
Vor der Paulskirche in Frankfurt. Hinten passen die Banktürme auf, dass der Euro fließt!

Ich speiste Kartoffelpuffer, sehr gutes Rezept! Frankfurter Würstchen heißen hier ja gerne Wienerle.
Meinen Durst löschte ich auch.


Ja. Schön. Aber. Das wirkt alles so steril. Alle Stände gleich gezimmert. Als ob der oberste Banken-PR-Rat Corporate Weihnachtsmarktdesign umgesetzt hätte. Nach einer Norm mit Qualitätsstandards. Keine Vereine, die Eigengebrötel verkaufen, sowas. Alles durchgestylt. Kann man machen. Aber Wärmlichkeit kommt da eher nicht auf. Zurück bin ich durch die Kaiserstraße gelaufen. Bisschen Schmuddel tut dann gut. 🙂
Vorher suchte ich noch nach Winzerglühwein. Gibt aber nur einen Stand dazu.

Wie gesagt, ich war ja eigentlich wegen der Museen da. Guckt.

#weihnachtsmarkt und die Kunst "Glanz und Elend" #passt

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Diese Woche will ich noch in die Kunsthalle in Mannheim, samt Markt und endlich wieder Heidelberg mit dem Kurpfälzer Museum. Man liest sich!

Zirbeln in Rätien

Allgegenwärtig in Augsburg: Die Zirbelnuss, zu dem sie auch Pinienzapfen sagen. Überall! Sogar das Logo des FC Augsburg ist damit verziert, wie das Stadtwappen sowieso. Das Rathaus trägt eine, als ob es eine Christbaumspitze wäre.

Rathaus Augsburg

Vielleicht ihr zu Ehren sitzen junge Leute, selbst bei 15° noch, vor dem Rathaus auf dem gleichnamigen Platz, auf blanker Erde und vertilgen kalte Getränke, vorwiegend mit Hopfenanteil.
Auf jedem Touri-Schild ist sie verewigt:

Touristen-Infos in Augsburg!

Die Gelehrten streiten sich wohl, woher das rührt und wie das kam. Aber weil wir gerade das Schild betrachten, das zum Stadtmarkt führt: Das ist wirklich ein Spaß sich dort zu tummeln, einzukaufen, zu speisen.

#dasistmaleinmarkt

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Aber für mich steht fest: Diese Nuss steht für „Wir sind Römer“. Augusta Vindelicorum war Hauptstadt der römischen Provinz Raetia, als drüben in München die Schamanen noch im Bärenfell auf der Wiesn tanzten, von Berlin nicht zu reden. Hei ihr Kölner und sonstige Rheinischen, auch wir sind von diesem Augustus am Lech gegründet worden, oder so. (Ja, ich weiß, auch hier in Viernheim haben sie Römer ausgebuddelt :)) )

Augustusbrunnen Augsburg (Klick ins Bild zur Wikipedia)

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Wege zu Hildegard, uralt dort in Rüdesheim.

(Eine lyrische Assoziation auf der Heimfahrt dazu gibt es hier.)


Eigentlich hätte ich nur aus dem Fenster gucken müssen um St. Hildegard zu sehen, aber Rüdesheim lockte. Clia Vogel hatte zum „Kultur-Blog-Walk im Rheingau“ eingeladen. Im Nachgang zur Blogparade „Mein Sommer: Zwischen Brotjob, Kultur und Ferien“ Ich schrieb dazu: „Als der Sommer 17 wurde.“
Rüdesheim also. Nicht, wie der Burgenblogger, der die klassische Tour durch die Drosselgasse zur Germania bebloggte, wir wollten den Hildegardweg #blogwandeln.


Zu Fünft waren wir schlussendlich.

Die Kultur-Walker in Rüdesheim am Hildegardweg

Von links oben: Tanja Werle, die Rheingauprinzessin, Uwe von Schirp aka Kultourbunt, Barb Mehrens, die Landschaftsplanerin, Clia Vogel als Mautriart bekannt, und ich, der mikelbower, auch im .de vorhanden. Clia hat uns ja hier näher vorgestellt.
Ich hatte Angst im Vorfeld, weil Hildegard von Bingen ja gerne auf ihr Kochbuch und die Mystik reduziert wird, esoterisch. Dabei war sie eine Powerfrau, mit so vielen Aspekten. Ich mag nicht alles von ihr, aber als historische Person respektiere ich sie sehr. Das war ein beschaulicher Spaziergang, hoch über dem Rhein. Barb hat den Weg entwickelt und beschildert, war also Fachfrau und versorgte uns im Plauderton mit Infos zum Weg, zu Hildegard und Randnotizen zum Wegeplanen und dem dazugehörigen Schilderwald. Faszinierend, wie auch das reguliert ist, in Schland. Es war feucht bis regnerisch, noch hingen die gelben Blätter an den Stöcken, die Vollernter (?) waren gnädig. Der Rhein floss dem Mäuseturm entgegen und den Burgen des Welterbes Mittelrheintal, wobei Rüdesheim schon dazugehört, wie Bingen gegenüber auch. Da war ich ja in diesem Jahr bei den Skulpturen.

Blick über Rüdesheim nach Bingen

Viele Gespräche zu Hildegard, zum Bloggen, zu Social Media, zu Wegen, Steigen,  Erkundungen unserer Selbst. Leichter Niesel hinderte uns nicht. Der Regen tropfte auf die Reben. Die Schuhe blieben unbematscht. Ein angenehmes Wandern war das, unaufgeregt, statt dessen anregend. Zu nächst nach Eibingen, dem ursprünglichen Kloster der Hildegard. Die Pfarrkirche,im Rest der Klosteranlage gelegen, beherbergt ihren Schrein. Leider wird dort renoviert und man kann ihn nicht richtig sehen. Dafür der Reliquienschatz der Hildegard, den sie zeitlebens sammelte. Es war eben eine Reliquien hamsternde Zeit. Was immer man heute davon hält. Andererseits wallfahren die Menschen auch immer noch zum Hl. Rock.

Eibinger Reliquienschatz

Schließlich erreichten wir das Kloster St. Hildegard, ein Neubau des letzten Jahrhunderts, als Wiederbelebung des Eibinger Klosters.

Kloster St. Hildegard in Rüdesheim, hoch über dem Rhein.

Wir erhielten eine Führung durch Gästehaus, Kirche und ihrem Atelier, von Sr. Christophora Janssen. Eine beeindruckende Frau, bodenständig und doch hochkarätige (meine Wertung) Künstlerin. Sie sagt, dass sie Hildegard willkürlich liest und erst durch die künstlerische Auseinandersetzung mit ihr einen Weg zu ihr findet. Ihr Hildegardweg.

Kerzenleuchter im Atelier von Sr. Christophora Janssen

Ihre Figuren stehen überall auf dem Klostergelände, erzählen Geschichten, wirken ganz und gar „unklösterlich“, strahlen aber gerade dadurch Transparenz aus. Schwer zu sagen warum.

Figuren im Kloster St. Hildegard von Sr. Christophora Janssen.

Von weitem wirken sie zunächst fast wie Märchenstehlen, aber im Detail sind sie durch und durch sakrale Kunst, auch außerhalb gestellt, in den Weinbergen.
Die Kirche ist gebaut im Stil der „Beuroner Schule“. Seltsame Gefühle beschert sie. Man kommt sich vor, wie in einer alten Basilika, byzantinisch angehaucht und doch ist alles neu. Seltsam. Muss ich mir noch einmal angucken. Neue Wege beschreiten, mit dem Rad im Sommer, über Entville hinaus. 🙂

Kirche im Kloster St. Hildegard in Rüdesheim

Auf jeden Fall ist sie ein großes Kunstwerk, im Gegensatz zum grässlichen Betonbau in Viernheim, siehe oben.
Ich kaufte noch einen Riesling, von der Winzerschwester im Habit persönlich. Sie produzieren dort oben nur Riesling und Spätburgunder. Sympathisch!
Uwe interviewte als Journalist noch schnell Sr. Christophora, Barb interviewte uns alle und das klingt dann so: Rüdesheimer Hildegardweg.
Doch war nett, das Treffen, der Weg, das Kloster, der Rheingau. Ich winke den anderen Bloggern zu und wie sagt man: „Man liest sich“.

Blick ins Rheintal in Rüdesheim. Bogen des alten Zahnradbahnviadukts.

… bis an die Haardt

tl;dr
Ein ganz banaler Samstag in der Kurpfalz. Ein Protokoll. Eigentlich uninteressant. Ja und? Ist mein Blog, gell. Ich komme auch wieder vom Hunderdsten ins Zwölfzischste 🙂
Ich war im Hermannshof in Weinheim, im Hackmuseum in Ludwigshafen und dann noch auf dem Wurstmarkt in Bad Dürkheim. 40 km mit der Straßenbahn. 2 Linien des RNV! Die 4 (A), die ehemaligen Rhein-Haardt-Bahn, die ist neu im Blog und die 5, die kennt ihr ja.

Geplant hatte ich das nicht. Es kam von alleine, wie so oft. Nur angedacht. Abends. Auf das Wetter schielend. Das ist dieses Jahr im September sehr herbstlich, gelinde gesagt! Letztes Jahr zur selben Zeit in Bonn war es extrem heiß, ihr kennt das ja noch! Auf jeden Fall, so als Erinnerung twitterte ich abends:


Am Samstag morgen dann aber:


Ich hatte ja die Herbstfarben dieses Jahr noch nicht gesehen. Den Hermannshof kennt ihr ja auch von hier, erzählt im Oktober 2014. Wie die Zeit vergeht. Here we are!


Die Farbenpracht wie immer unwahrscheinlich. Hier ein Instagram-Filmchen von der „blühenden Präriefläche“.

Die Prärie blüht #lustparken

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Der schönste Park Deutschlands! Ladenburg, mon amie.

tl;dr Ich war in Ladenburg. Achtung, gaaanz langer Beitrag!


Liebe Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, das ist ist der versprochene Blogpost. Dieses #wirziehnfallera. stammt vom Grünprojekt von 2005 in Ladenburg! (Siehe Kommentar auf Instagram, ins Bild klicken… 🙂 ) Da hat jemand bewusst die Landschaft verändert und bietet jetzt „Alte Ansichten“ gegen „Neu Geschaffenes“ zur Ansicht an. Mehr dazu später.

Durchblickstationen #wirziehnfallera

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„Durchblick“-Tafel im „Grünen Ring“. Ladenburg.

Ladenburg. Keine Strecke. 10 km. Nachbarstadt des Nachbardorfs. Da fahre ich sonst hin, um einen Kaffee zu trinken, ein Bier zu nehmen, einzukaufen, Spargel zu jagen. Als Jugendliche mal hin ins Schwimmbad. Auch schon zur Finnisage gelesen. Man kennt sich aus. Ach?
Im März twitterte ich z.B. auf dem Weg von Heidelberg kommend…


Der kürzeste Weg zum Neckar, durch Mannheimer Gemarkung, Heddesheimer, Ladenburger.. Der Blick zurück auf die Bergstraße, Stromtrassen….

Wolken stromern gen' Berge. Die Burg blickt hinab. #heddesheim

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Die 5a des RNV von MA HBF gen Heddesheim quert.

Straßenbahn im Maisfeld #5a

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Ladenburg mit seinen 11000 Einwohner hat viele Facetten. Am Neckarkanal, reiner Schiffahrtsweg, der sich an der Schleuse abspaltet, die Industrie. Ja, die Firmen kenne ich auch von Innen, schon Jahrzehnte her. Chemie, was sonst…

Neue Burgenromantik am Neckar.

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Kunst, Twitter und der Odenwald

Irgendwo hatte mich Dagmar, die Geschichtenagentin auf die Ausstellung „Alltagsmenschen“ in Mosbach (Baden) aufmerksam gemacht. Sie war schon vor Ort, auf Instagram beurkundet. Ich hatte das ganz vergessen. Die @odenwaelderin aka Landlebenblog hatte das ja schon im Juni auf Facebook bebildert!

Alla donn!

Es scheint immer dringlich im September, wenn der Herbst dem Sommer mit Schauern droht. Ganz schnell muss man noch dies und das und überhaupt machen und tun und ich eben gen Mosbach bahnen. Mit der S4 des VRN, der S41 des KVV, einem RE 12066 der DB Regio. Ach, die 5 des RNV natürlich. Dem Neckar entlang. Ich war ja erst im Februar da, in Mosbach.

Selfie

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Es ist eine interessante Ausstellung. Skulpturen von Christel Lechner. Gut kuratiert, inszeniert, in die mittelalterliche Altstadt integriert. Die Skulpturen sind hinterfotzig. Sie karikieren ohne Comedy zu sein, liebenswürdig und doch verdreht, als ob Loriot Pate wäre. Sie passen so stark in die Umgebung, sind Alltag, dass man manchmal Mühe hat sie zu finden, obwohl man schon x-mal daran vorbei gelaufen war. Ich hörte auch niemanden meckern. Die Menschen lächeln die Figuren an, Kinder spielen sofort mit ihnen, als wären es Kaufhauspuppen zur Weihnacht.

Christel Lechner "Reise nach Jerusalem" #alltagsmenschen

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Vinum delectat et laetitiat cor hominum

oder der Besuch im Rieslingimperium der Zisterzienser.
(Oben: Spruch auf einer der historischen Kelterpressen im Kloster Eberbach. „Der Wein erfreut und erheitert das Herz des Menschen“ )
Es war wahrscheinlich der letzte heiße Tag des Sommers 2017 am 29.8.
Meine Rheintour stand schon lange auf dem Programm und dann gab es noch die Blickachsen. Skulpturen. Aber auf Bad Homburg hatte ich keine Lust. Vielleicht kommt sie noch…
Aber Kloster Eberbach hätte was. Ich erwähnte es ja im Fürstenlager Post.
Also: Mit der Bahn nach Nierstein, mit dem Rad den Rhein entlang nach Mainz, dann via Biebrich gen Eltville. Eine der interessantesten Radtouren, vor allem so kurz vor der Weinernte…

Rote Trauben am Roten Hang.

Immer 3 Länder im Blick. Hatte schon alle 3. Jetzt ab zu den Hauptstädten am Rhein. Rhein-Main-Neckar.

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In Nierstein dann mein neuestes Studienobjekt angewandt: Die Vongsparche.

I bimms. Vong #niceigkeit exträmm #roihess #weckworschtwoi

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Weg durch die Wingerte bei Nierstein

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Das Schloss, das eine Burg ist.

Zu Auerbach und meinen persönlichen Bezug bloggte ich ja bereits im letzten Post. Jetzt wollte ich aber auch zeitnah zur Burg hoch. Schloss Auerbach, niemand weiß warum die Burg zum Schloss mutierte. Eine mächtige Ruine, die da am Auerberg, dem kleinen Malchen, direkt vor dem Melibokus (517 m über N.N.) hängt. Von den Herren Katzenelnbogen erbaut. Die zähle ich ja eigentlich zum Mittelrhein, wo sie gerne Katz und Maus spielten.
Die Hessen erbten dann den Titel samt Ländereien. Wie fast alle Burgen am Rhein und anderswo wurde sie von französischen Truppen verwüstet. Niederländisch-Französicher Krieg, Pfälzischer Erbfolgekrieg und so fort. Gott sei Dank gibt es heute die Europäische Union und den Freundschaftsvertrag mit Frankreich. War früher nicht alles besser, selten sogar.

Das Auerbacher Schloss ist eine Burg zum bestaunen, aber eigentlich nicht zum verweilen, der Blick in die Ebene ist nur vom Turm aus möglich. Das „Mittelaltergerittere“ des Restaurants ist nicht mein Ding. Aber ich war da! Für das romantische Bestaunen der Rheinebene samt Atommeilern, Chemieriesen und Gedöns habe ja dann meine Windeck.

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#fürstenlager und Geschichte(n)

#tl;dr
(Achtung sehr langes Gedankenwinden, vom Hölzchen auf’s Stöckchen)
Ich war im „Staatspark Fürstenlager“, Bensheim-Auerbach #lustparken.
(Titelbild Scan des offiziellen Flyers)
Ich frage mich, warum ich nicht öfter dort bin. Es sind ja nur 20 km, 41 Bahnminuten weit. Gehört zu meinem Heimatkreis! Ein magischer Ort für mich, dieses Auerbach.
Website des Fürstenlagers | Wikipedia Fürstenlager | Wikipedia Bensheim-Auerbach.
Das Fürstenlager ist eine offene Landschaft 24/7 frei zugänglich.

„Herrenhaus“ im Staatspark Fürstenlager Bensheim-Auerbach.

Ich muss ausholen. Die Geschichte wurde in meiner Familie immer wieder kolportiert. Das Deutsche Reich, von der NSDAP regiert, verlangte von seinen Bürgern im öffentlichen Dienst & mehr, den „Ariernachweis“, per Gesetz von 1933.

Ahnentafel meiner Mutter
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Skulpturen, Patienten, Odenwald

Licht, Liebe, Leben – Wandspruch an der Orthopädischen Klinik Heidelberg.
Schlierbach. Die Orthopädische Klinik Heidelberg. Ein Ort, wo man eigentlich nicht gerne verweilt. Hier werden die schweren Fälle operiert, versucht den Menschen ihre Mobilität zu erhalten, wiederzugeben. Auf Facebook berichtete die Kunsthalle Mannheim von einem Skulpturenpark in Heidelberg. Die Kunsthalle ist ja geschlossen und so gastieren ihre Mitarbeiter wohl öfter auswärts. Von einem Skulpturenpark in Heidelberg hatte ich noch nie etwas gehört. Zufällige Begegnungen mit Künstlern ergaben auch dort nur ratloses Kopfschütteln. Aber doch, den Park gibt es. Es ist der Garten- und Landschaftspark der Orthopädischen Klinik Heidelberg in Schlierbach. Mit Homepage und allem. Aber sonst ohne viel Tamtam, doch, eine Facebookseite!. Es ist eben eine Klinik, kein Touristenrefugium, Heidelberg hat doch andere. Selbst im Video zum 20 jährigen Jubiläum spricht man nur von Patienten.

Man kann aber durchaus auch so die Werke bewundern. Es ist alles frei zugänglich. Zuerst im Garten, vor dem Haupteingang. Die Klinik selbst ist ein wunderlicher Bau. Mal sieht sie aus. wie ein Kurhotel, siehe oben, oder ein Sanatorium, fast erwartete man Thomas Mann am Fenster, dann wieder wie ein Kloster mit Türmchen und Winkeln. Darin die Skulpturen.
Skulptur im Skulpturenpark Heidelberg. Ich habe mir Titel und Künstler nicht notiert und auf der Website ist die Figur auch nicht aufgeführt. Klick ins Bild. Vielleicht ein Nigel? Klick ins Bild.
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