Das Meer hatte geschlossen

tl:dr /
Ich war flanieren mit der S2 der S-Bahn-Rhein-Neckar und der 4A des RNV.
/tl:dr
Dieses Februarwetter, mit Sonne satt und Gefahrfrost in der Nacht, ließ mich seit Tagen flirren. Man könnte da und dort, vielleicht auch und drüben. Ich war schon die ganze Woche unterwegs. In der Kunsthalle Mannheim, Aktionen vorbereiten, im Port 25 Ana Laibach betrachten. Mit dem Rad im Wald, aber die Tränen liefen, das wird noch nix. Und dann grinsen die hier schon umher. Es musste etwas geschehen, nein wegfliegen ist keine Option. Den footprints zuliebe.

Schneeglöckchen im Kurpark Bad Dürkheim am 15.2.2019
Jedes Jahr grinsen sie frech und versprechen Frühling, der dann doch noch Wochen nicht kommt. Die Jugend läuft ja schon den ganzen Winter knöchelfrei und stolziert beschwingt umher, als könne sie nicht erwarten mindestens die Unterschenkel in frische Luft zu tauchen, die Zeit der bleichen Beine herbei wünschen. Der Kitsch aus der Hausregie der Natur beschert selbst Rentnern wieder Sonnenaufgänge zu christlichen Zeiten, abends dann orangerot beizeiten auch. Mein Seelengebläse röhrte. Auf die Schnelle dann der Beschluss, wie letztes Jahr auch, den Neckar entlang zu fahren. Die Karte ab 60 auszunutzen. Muss man im Winter machen, dann sind keine Blätter an den Büschen, Hecken und Bäumen am Bahndamm und man sieht wesentlich mehr, von der freiverfügbaren Landschaft. Das sie sieht so aus.

Verbindung zu Youtube erst nach dem Klick.

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… bis an die Haardt

tl;dr
Ein ganz banaler Samstag in der Kurpfalz. Ein Protokoll. Eigentlich uninteressant. Ja und? Ist mein Blog, gell. Ich komme auch wieder vom Hunderdsten ins Zwölfzischste :)
Ich war im Hermannshof in Weinheim, im Hackmuseum in Ludwigshafen und dann noch auf dem Wurstmarkt in Bad Dürkheim. 40 km mit der Straßenbahn. 2 Linien des RNV! Die 4 (A), die ehemaligen Rhein-Haardt-Bahn, die ist neu im Blog und die 5, die kennt ihr ja.

Geplant hatte ich das nicht. Es kam von alleine, wie so oft. Nur angedacht. Abends. Auf das Wetter schielend. Das ist dieses Jahr im September sehr herbstlich, gelinde gesagt! Letztes Jahr zur selben Zeit in Bonn war es extrem heiß, ihr kennt das ja noch! Auf jeden Fall, so als Erinnerung twitterte ich abends:


Am Samstag morgen dann aber:


Ich hatte ja die Herbstfarben dieses Jahr noch nicht gesehen. Den Hermannshof kennt ihr ja auch von hier, erzählt im Oktober 2014. Wie die Zeit vergeht. Here we are!


Die Farbenpracht wie immer unwahrscheinlich. Hier ein Instagram-Filmchen von der „blühenden Präriefläche“.

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Die Prärie blüht #lustparken

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Deutsches Eck und Neckarspitz

Ein eher düsterer Text als #Burgenblogger Training

Das sollte eigentlich ein Spotttext auf die Werbung der Metropol-Region Rhein-Neckar werden, die in ihren PR-Filmchen das Rhein-Neckar-Dreieck, die „Neckarspitz“, wie die Mannheimer sagen, immer unterschlägt, ganz im Gegensatz zu Koblenz, wo die Moselmündung als „Deutsches Eck“ prächtigst ausgestattet ist. Überhaupt, dass die Stadt Koblenz an Rhein und Mosel gebaut ist, während Mannheim die Flüsse eher weniger mit einbezieht, fast nur industriell nutzt. Und dann der halb gare Witz, dass man von einer überfluteten Stadt Mannheim noch nie gehört hat. Ein blöder Witz und dann beim Sortieren der eher mäßigen Bilder kam mir ein ganz anderer Zusammenhang.

Kurz vor dem sehr angenehmen Tweetup in Koblenz musste ich natürlich noch zum Deutschen Eck rennen, Tourist spielen, wie schon oft.

Der preußische Protz, der sich da am Deutschen Eck breitmacht, lässt mich aber immer wieder frösteln. Das martialisches Getue, dass sich letztendlich im 1. Weltkrieg niederschlug, dessen 100jähriges ja geradezu gefeiert wird, als hätten die Medien danach gegiert endlich wieder Kriegsgerät darstellen zu können und von Fronten zu berichten.

Das Deutsche Eck ist kein Ort, an dem man sich gerne hinsetzt und Kaffee trinkt. Deutsches Eck und Neckarspitz weiterlesen

Darum ist es am Rhein so schön…

Auf dem linksrheinischen (Fahrrad-)Weg zwischen den Kaiserdomen von Worms nach Speyer lockt den Radwanderer bei Rheinkilometer hhhm, sagen wir ca 445, ein weiterer romanischer(??) Eingang.

Eine vergessenen karolingische Kapelle, eine hochmittelalterich-vergessene Burg, ein geheimes ottonisches Kloster in Konkurrenz zu Lorsch? Aber NEIN, ein pseudo-romanischer Profanbau aus dem letzten Jahrhundert.

Die Rheinbrücke der Via Carolina (A6) bei Sandhofen, bietet Aufstieg für den Fahrensmann, und ebensolcher Frau Einstieg und Aufstieg zur Überquerung des Vater Rheins, der da in seinem Bette liegt, wie es Bruder Karneval befiehlt. Wie jetzt? Fußgänger, gar Radfahrer auf der A6? Ist dies der Zugang, der uns die vielen Fußgängerwarnungen der lokalen Radio-Sender in der lieblichen Kurpfalz hier beschert?

Aber lasst uns weiterschreiten, das Rad die Treppen hochwuchten und hier Darum ist es am Rhein so schön… weiterlesen