Dies Irae, Seepferdchen, Mozart parkt bei Twitter

Im Zeichen der allgemeinen Partizipation erhalten alle Besucher der mozärtlichen Sommernächte vor dem Nationaltheater Mannheim Regiesessel!

Das Nationalthetaer Mannheim veranstaltet auch dieses Jahr seinen „Mozartsommer“.
Schließlich suchte Herr Mozart ja 176 Tage lang vergeblich eine Festanstellung in Mannheim, was vielen jungen Menschen auch heute noch bis ins hohe Alter vergönnt wird.
Angefixt durch „Mr. Bill“ sintemals, also vor zwei Jahren, (der Außenbereich des Theaters ist ganz in den Farben des Logos pink gestaltet) wollte ich dieses Jahr auch einmal partizipieren, passiv natürlich…schon alleine, weil der Opernintendant wechselt, man weiß nie, ob es nicht ein letztes mal so werden würde. Aber was tun?
Ich hatte es ja d’rüben schon besprochen. #mozpark twitteramus
Nun, heute Abend gibt es den Idemoneo, ein mal mehr beseelt (#augenroll) besprochen. Ich werde es sehen. Die Rezensionen des heilig-beseelten Herrn Chef-Kulturer des MM sind schlecht erträglich.. aber, was soll’s. In Heidelberg haben die RNZ-ler auch ihre Macken.

Obwohl das Theater Heidelberg so toll twittert.. Manchmal wünschte man sich, die Zeitungen würden ihre Kritiker periodisch austauschen, wie die Theater ihr künstlerisches Personal auch.

Es gibt aber auch die „Nachtmusiken“. Jazzer bearbeiten Mozart. Ich war gespannt und überrascht. Musste ich hin.

Eine Gruppe namens „Moz’Art“, mit Musikern, die ich zwar schon gesehen hatte, ohne dass ich mir Namen gemerkt hätte, ich kann mir eh keine Namen merken…sorry.


Die hatten despektierlich sogar das „Dies Irae“ aus Mozarts Requiem für Trompete, Bass und E-Gitarre arrangiert. Angenehm frech fand ich das. Was brauchen wir Volksbühnen?


Es standen wirklich sechs Damen, noch älter als ich in „Garderobe“ mit Bierflaschenin der Hand wippend an der Seite und schickten die Smoking-Gatten ins Abseits. Monnem halt. (Ohne Bild, gell)


Am Sonntag dann, ein Radritt nach Schwetzingen, wie so oft. Heddesheim, Ladenburg, (Neckar muss ein) Edingen, Plankstadt, Schwetzingen..22 km.


Ich twitterte, wie ich es mir befahl.


Die evangelische-badischen Posaunisten waren in ihrer Vielzahl auch engagiert. Das klang, beim betreten, ohne Sicht so, als ob jemand eine neue Nationalhymne für die Fußballer suchen würde, von einem anderen Österreicher komponiert, war aber sehr angenehm. Gut, wenn die Hörgewohnheiten strapaziert werde. Den ganzen Tag über auch Ansagen: „Das muss man nicht ansagen, das kennen sie“. Ja, er hat schon Welthits geschaffen, nachhaltig und wie!


Ich lasse meine „Dickfingerverschreiber“ auf dem Smartphone bewusst auch hier stehen. Authentisch sei der Mensch, faul und sich selbst! 🙂
Dann die Überraschung für mich. Der Seepferdchengarten im Park. Da latsche ich seit Jahrzehnten vorbei, immer hastend zur Moschee. Die Herren Bassisten hatten wie die Jazzer gestern mozärtliches für sich arrangiert. War ganz schön wild und mit sichtlichem Wohlgefallen vorgetragen und aufgenommen.


Da, endlich, die Moschee


Tja, die Heidelberger… Philipp Alexander Marguerre spielt die Glasharmonika, die übrigens von Benjamin Franklin entwickelt wurde, hallo Mannheim. Franklin, der den Deutschen auch schon einmal „Integrationsverweigerung“ nachsagte… Die Welt war schon immer sehr global, der Mozart nicht nur in Mannheim oder Paris, oder London, aber halt auch Schwetzingen.


Das große Rätselraten: Singen da die drei Knaben aus der Mannheimer Zauberflöten-Inszenierung mit? Mit Perücke sehen sie halt anders aus.


Ja und unter dem Apollo eine Installation, aber da war es so eng, da unten. Die Installation I schau ich mir heute Abend im Foyer an….


Den Abgang twitterte ich bereits..


Aber über Brühl und die Rheinau fahre ich wohl niemals mehr heim, auch wenn die Meldung weltweit sein könnte..