Fluxus an Gold und Mastodon, jawoll Kaiser Willem.

Fähnchen am Literaturhaus Darmstadt 2010
Darmstadt. Von den Eingeborenen Dammschdadd genannt. Die Stadt des Grohe und der Krone. Literaturstadt, wo Büchner und Leonce und Lena im Literaturhaus preisen, der PEN tobt.Wella, Merck, Software AG, das European Space Operations Centre. Zuletzt war ich in Darmstadt (nicht nur im HBF durchgefahren) zu Berechnung meiner Rente. Aber früher auch schon literrisch.

In Darmstadt aufgelesen


Auf Instagram entdeckte ich unlängst das Museum Bensheim und ich merkte mir die Aktion „Museen und Blüten an der Bergstraße vor.

Blütenburger. Von Vettel- nach Handschuhsheim


Aber es gibt ja den neuen Main-Neckar-Ried-Express, mit Wlan, siehe das Beitragsbild. Warum also nicht die ganze Bergstraße bereisen? Die 70 km Radweg sind zu lang für alte Rentnerknie.

Werbung für den Radweg „Die Bergstraße“ vor dem Staatstheater Darmstadt. Klick zur Karten-Website.

Dort, wo der Odenwald sich aus der Oberrheinischen Tiefebene erhebt, läuft die Bergstraße entlang. Ich arbeitete 37 Jahre an ihr. Ungefähr 500000 Menschen leben von Darmstadt bis Heidelberg an ihren Hängen, in 2 Kreisfreien Städten, zwei Bundesländern, 3 Landkreisen und hoffentlich bald mit der S-Bahn Heidelberg-Frankfurt verbunden.
Das Kurpfalzmuseum Heidelberg hab ich ja gerade gepostet.

Wittelsbacher, Mithras, Weihnachtsmarkt


Also gibt es hier jetzt lose Berichte von den Museen an der Bergstraße. Heute also vom Hessischen Landesmuseum Darmstadt. 1970 war ich da zuletzt drin. Wahlfach Kunst. Kursusflug. Wg. Beuys. Sieht heute alles anders aus.

Das Museum ist eine Wundertüte, verwinkelt, mit Ecken und groß! 4 Stockwerke voller Überraschungen! Die Gemäldesammlung unten ist beachtlich. Schon die Landgrafen sammelten, die Groß-Herzöge. Mein Opa diente noch einem.

Und doch ging ich den nächsten Tag den Rubens besuchen…

https://twitter.com/mikelbower/status/961602896105222145

Die Sonderausstellung „Der Mainzer Goldschmuck“ ist wirklich eine Räuberpistole. Der Obersponsor des Hauses Maximilian von Heyl, sammelte mit Hilfe seiner „Agenten“ und sonstigen Helfern Teile eines Goldschmuckes, der nach und nach in Mainz und Wiesbaden gefunden wurde. Man vermarktete das zunächst als Goldschmuck der Kaiserin Gisela. Letztendlich verkaufte er ihn an das Kunstgewerbemuseum in Berlin, nachdem selbst Wilhelm II. Geld dafür gesammelt hatte. Siehe hier.
Irgendwann muss ich mich besser mit der Familie von Heyl befassen. Die Lederbarone aus Worms.

https://twitter.com/mikelbower/status/961559616843845632

Das ist eine gut aufbereitete Schau da in Darmstadt. Tatsächlich spannend erzählt.

Die Matadore des Unternehmens auf riesigen Plakaten, Korrespondenz, auch vom Kaiser ist ausgestellt. Die Story nach und nach, auch mit Touchscreens erzählt.

Touchscreen zur Ausstellung „Der Mainzer Goldschmuck“ im Hessischen Landesmuseum Darmstadt.

Fast verschwinden in all dem Storytelling die Exponate selbst.

Dann beim Umherstreifen in dem Museum, das ja wie in Wiesbaden kein reines Kunstmuseum ist entdeckt man ganz erstaunliches!

Ein römische Mosaik aus Bad Vilbel

Werke eines Korkbildners

Ägyptisches, Kirchenschätze, Ritter, Kunsthandwerk und dann noch eine riesige Sammlung von Tieren in Skeletten und ausgestopft, man kann gar nicht alles fassen. Das Weltkulturerbe „Grube Messel“ ist ja nicht weit entfernt und hier vertreten.

Ich lief und lief und lief, scheuchte in den entferntesten Winkeln die Wachhabenden (m/w) aus ihrer Beschaulichkeit. Meist war ich alleine in den Räumen und plauderte mit dem netten Aufsichtpersonal.

Ich wollte zum Beuys.

https://twitter.com/mikelbower/status/961596598424829952

Dem hatte auch das Mastodon gefallen! Schöner Bericht zum Museum hier vom Blog „Kunst = Kapital“
Ein halbes Stockwerk ist seinem „Block Beuys“ gewidmet. Da darf man nix knipsen, gell. Das Museum selbst liefert Bilder und Erklärung. Das Fluxus-Manifest im Original und natürlich der Stuhl mit dem Fett oben drauf, die Würste, die Äxte…. Beuys, wie er lebte. Ist nicht jedermanns Sache, aber gesehen sollte man es haben. Fast ein wenig lächeln ob der Skurrilitäten. Alleine der Vorschlag 1964 die Berliner Mauer um 5 cm zu erhöhen, wegen der besseren Proportionen, künstlerisch gesehen…..

Ich war geplättet.

Dann wanderte ich noch durch die Innenstadt, zwischen all den Studenten und Co. Wie Heidelberg hat auch Darmstadt ca 150000 Einwohner zu 40000 Studierenden.

Kongresscenter „Darmstadium“ mit integrierter Stadtmauer an der TU Darmstadt

Ich werde im Sommer mit dem Rad wiederkommen #lustradeln und im Herrngarten #lustparken.

Ins Staatstheater könnte man auch mal. #seufz Man sieht sich!

#sonnenuntergang hinter Alienparkplätte

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