Tweihnachtsmärkte

Im Dezember 1146 begab sich der Kaiser mit den Großen des Reiches von Frankfurt nach Speyer,um hier das Weihnachtsfest zu feiern…
Zur Weihnacht 1146 predigte der „heilige“ Bernhard von Clairvaux im Dom zu Speyer solange und sang Marienlieder, bis sich der deutsche Kaiser Konrad III samt seinem Neffen, und kaiserlichem Barbarossa-Nachfolger, dem Kreuzzug des Papstes gegen den Islam anschlossen.
Seit 854 Jahren dieses Theater.

und bestimmt gab es auch damals Leute, die einfach nur Weihnachten feiern wollten.
Egal mit welchen Göttern Licht in die Dunkelheit schickten, IHR Licht am Hotel der deutschen Kaiser und den Kaiser Kaiser sein ließen und den Papst den Papst, samt dem christlichen Abendland und dessen Leidkultur.

wie heute wieder.. immmer noch, einfach friedlich sich treffen und essen und trinken zur Ehre der Freundschaft, wenn schon

was scheren uns die alten Konzile in Konstanz…

Glückspfade

Nein, ich mache jetzt nicht auf Glückskekse. Die Sparkassen Stiftung Starkenburg hatte Uhne Ferz engagiert die Finissage der Kunsttage 2009 zu besingen. Die Idee der Kunstwege finde ich gut, jenseits des Sponsoring, Kunst bei den Menschen und nicht in Museen eingesperrt und dieses Wanderkonzert entlang frischer Werke hat mich angemacht. Da passten Texte von mir, bald 15 Jahre alt, fast schon Klassiker, scheinbar, im Dialekt und doch wollte ich da nochmal hin, gucken, ohne Presse, Bürgermeister und Kassenpräsident, schreiben und ja, da passte so manches. Für mich wenigstens. Ich sprach heute morgen extra mit keinem der Künstler, wollte für mich alleine reflektieren. Hier entlang ….

Neue Büros braucht der Mensch

Ich hatte es ja bereits erwähnt. Seit Mittwoch bin ich im ersten Schub in Kurzarbeit. Nächster Schub ist 22-29.5. Und angemeldet ist das bis 6/2010. Da muss man sich Gedanken machen. Nun, ich arbeite in einer der schönsten deutschen Butzenglas-Städte, was liegt also näher sich dort auch ein Freiluft-Büro für die Schreibarbeiten zu suchen, wegen der Kostenloskultur, dieser elenden. Und ich bin sogar beim Mutterkonzern meines Arbeitgebers fündig geworden. (Ich hatte letztes Jahr schon davon berichtet.) Voila:

Im Hermannshof, meinen Lieblings-Mammutbaum vor dem Auge.
Nein, ich will da gar nicht rein, nein, nein. Ich will da nicht mehr zu Meetings geladen werden. Gerade ist ja auch keines, wie man sieht. Ja, ja, ich war da schon drin. Doch. Aber wiegesagt, das muss nicht mehr sein. Langweilg. Ich schreibe lieber für mich. Was war das für ein Blödsinn. Total-Quality-Management und so. Flipcharts. Japanische Fische. Nee, nee.

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Galerie in der Unterführung, Weinheim as its best!

Ein Kunstprojekt eines hippen Designers? Erdung des Bahnvorstandes? Nein, schlicht eine Gallerie in der Unterführung des Bahnhofes Weinheim zu meinem Brötchengeber. Ein Weg, den ich im Winter täglich zweimal gehe und auf den ich mich nun freue. Den Weg der dann hierhin führt. Bis zum 12.10.08 sah das so aus.

was passier ist? Steht hier in der RNZ und als PR-Lyrik hier. Eine tolle Sache, musste ich glatt heute morgen fotografieren. So was finde ich gut! Auch wenn ich befürchte, dass die Herrlichkeit nicht lange hält.
Wer noch mehr sehen will…bitte! Galerie in der Unterführung, Weinheim as its best! weiterlesen

Straßburg, France


(Alle WeltKulTourartikel gibt es hier)
Heiß war es gestern und die Gnade der klimatisierten RegioZüge der DB kam über uns. Für 27 € (zu zweit und auch retour) mit dem Badenwürttemberg-Ticket nach Kehl und dann noch 3 Stationen weiter mit der Ortenaus-S-Bahn hinein in das Gewühle der Welterbekulturstadt. Dort spürt man nichts, aber auch gar nichts von Unruhen oder Banlieues, alles scheint wohl geordnet und es ist wirklich schön dort, seit meinem letzten Besuch hat sich vieles zum positiven gewendet. Die aufgestellten großen und massenweise anzutreffenden Palmen lassen an Nizza denken. Man kann sich nicht vorstellen, dass diese Stadt zehn Monate lang von der Wehrmacht vollständig evakuiert war, dass hier eines der ersten und größten Progrome gegen Juden im Mittelalter statt fand.
An mein Ohr drang kein Wort elsässisch, es ist eine französische Stadt, von touristischen Beschriftungen abgesehen. Obwohl, ich hörte durchaus Menschen fragen, was das denn sei ein Quiche oder Flammekueche, auf deutsch. Gibt’s das?
Die Europastadt Straßburg wollten wir nicht sehen. Zu was auch. Europäische Geschichte im Überfluss gibt es am Münster selbst zu sehen. Romanisch begonnen und gotisch in die Höhe geschossen mit ewig fehlendem zweiten Turm. Auch ein Protzbau, aber einer der Straßburger, kein Kaiser Straßburg, France weiterlesen

France 1, inmitten der Kurpfalz, na ja.


Fährt der Kurpfälzer im S-Bahn-Hopping (mit Fahrrad ab 9:00) gen Westen, mit der S2 (es gibt für ALLES ein Wiki, gell) nach Neustadt so ist er befugt die Maximilians Bahn mit dem 24 Stundenticket des VRN ins Département Bas-Rhin einzureisen, um die ehemals freie Reichstadt Weißenburg in ihrer gerade gültigen französischen Inkarnation Wissembourg zu vistieren. (Wir berichteten bereits).

Und wieder wachsen die Weinberge ins Bähnchen (im Hintergrund das Hambacher Schloss, da an den Berg geklebt), vorbei an Weilern und Städtchen, die nach ihren Weinen benannt sind, ich nenne nur Edenkoben und irgendwann ist man tatsächlich in France. Dort wo sich die Regionalbahnen der DB und der SNCF wie Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Es sollte ein kurzer Besuch werden. France 1, inmitten der Kurpfalz, na ja. weiterlesen

Weinheim, Mammut, Winnetou

Es herrscht Urlaub, immer noch zwei Wochen. Dein Arbeitgeber lädt in den Garten der Villa des Firmengründers zur Nacht des Gartens, wo Jazzer spielen, die schon des öfteren Dein Blog bevölkerten, auch mal Klassik und Du siehst hinüber in die Apotheke Mannitus, unter der Windeck und dann stehst Du an die Rinde des Mammutbaumes gelehnt, die aufgeheizt ist von einem heißen Frühsommertag und hörst unter dem Vollmond französische Chansons in die Mittsommerwende bei 24 Grad und fährst mit dem Fahrrad heim im Halbärmel und das Leben ist schön und wer will schon nach Mallorca, selbst wenn der Werkschutz plötzlich Security heißt und die Kantinenmannschaft Catering spielt, Secco ausschenkt, den niemand draußen kaufen kann, weil Dein Arbeitgeber ein eigenes Weingut hat?? Weinheim, Mammut, Winnetou weiterlesen

Oberes Mittelrheintal

Die deutsche Kleinstaaterei treibt Blüten. Gibt es nicht Ländertickets bei der Bahn, löblich. Löblich, aber die der Rheinland-Pfalz gilt eben nur dort und in Wiesbaden, um kostengünstig von der Hauptstadt der Rheinland-Pfalz zur Hessisch-Nassauischen Nachbar-Hauptstadt zu gelangen, von der größten Stadt in Rheinland-Pfalz zur zweitgrößten hessischen Stadt.
Um also zu den 45 Burgen des oberen Mittelrheintals, der Welten Erbe zu kommen reite ich den Straßenbahnschimmel von unserem hessischen Kleinstädtchen (die Nummer 24 im Land) zur zweitgrößten Stadt Baden-Württembergs und weitere 5 Minuten bei gleichen Preisen über den Rhein, mit der Linie 4, wo Werbung hängt für meine Lesung, zur zweitgrößten Stadt in Rheinland-Pfalz, der Stelzenstadt, die man auf Pfeilern mit dem Auto überqueren kann ohne den Boden zu berühren, als ob alles verboscht-habert wäre, mit Salmiakgeist durchdrungen, zum

hoch gepriesenen Bahnhof Oberes Mittelrheintal weiterlesen

Darum ist es am Rhein so schön…

Auf dem linksrheinischen (Fahrrad-)Weg zwischen den Kaiserdomen von Worms nach Speyer lockt den Radwanderer bei Rheinkilometer hhhm, sagen wir ca 445, ein weiterer romanischer(??) Eingang.

Eine vergessenen karolingische Kapelle, eine hochmittelalterich-vergessene Burg, ein geheimes ottonisches Kloster in Konkurrenz zu Lorsch? Aber NEIN, ein pseudo-romanischer Profanbau aus dem letzten Jahrhundert.

Die Rheinbrücke der Via Carolina (A6) bei Sandhofen, bietet Aufstieg für den Fahrensmann, und ebensolcher Frau Einstieg und Aufstieg zur Überquerung des Vater Rheins, der da in seinem Bette liegt, wie es Bruder Karneval befiehlt. Wie jetzt? Fußgänger, gar Radfahrer auf der A6? Ist dies der Zugang, der uns die vielen Fußgängerwarnungen der lokalen Radio-Sender in der lieblichen Kurpfalz hier beschert?

Aber lasst uns weiterschreiten, das Rad die Treppen hochwuchten und hier Darum ist es am Rhein so schön… weiterlesen