Champions League der Bäume

Auszeichnung für ein Myrte im Hermannshof Weinheim

Davon hatte ich in der Zeitung gelesen und wollte wissen, ob da was steht. Natürlich! Eine grundsolide Tafel, wie es sich für ein Freudenbergprodukt gehört! Für die Ewigkeit gemacht. Champions League der Bäume weiterlesen

Birkenau, in der Unhölle der geschlossenen englischen Gärten

tl;dr Ich war in Birkenau, Odenwald. Der Schlossgarten ist geschlossen und die Erinnerung an Antonia Baum in der FAS: „Wie die Odenwaldhölle junge Menschen zurichtet – und wie ich aus ihr entkommen bin.“ quietscht immer noch im Hirn.

Ein von vielen, vielen Sonnenuhren in Birkenau (Odenwald)
Ein von vielen, vielen Sonnenuhren in Birkenau (Odenwald)
Ein Post für das Protokoll und die Erinnerungen.
Zu meinen frühesten Reiseerinnerungen gehört die Fahrt mit der „Husch-Husch“ durch die Tunnels zwischen Birkenau (Odenwald) und Weinheim Bergstraße, noch mit der Dampflok (oder war das anderswo?). Birkenau, in der Unhölle der geschlossenen englischen Gärten weiterlesen

Die OEG, die jetzt eine 5 ist.

Ich- 1961 vor OEG-Schienen am Elternhaus
Ich- 1959 vor OEG-Schienen am Elternhaus

Ich bin nicht an der OEG geboren, aber so nach ein paar Tagen im Krankenhaus Viernheim wuchs ich in unmittelbarer Nähe der OEG-Schienen auf. Die liefen schlicht auf der anderen Straßenseite entlang. Sie war, blieb und ist mein Tor zur Welt. (Doch das geht…)
Nein, nein nix besonderes, nur eine Straßenbahn.
Mit 3 Jahren schon musste meine Mutter mir hinterher rennen, im Unterrock, weil ich zur sehr nahen Haltestelle „Haltepunkt“ lief, mit Vaters Aktenmappe unter dem Arm, weil ich „schaffen“ gehen wollte. Alle Reisen begannen dort, endeten dort.
Mein einziges Bild mit fahrender OEG. 1961. Der Anlass ist klar, der Herr daneben tut heute nichts mehr zur Sache.
Mein einziges Bild mit fahrender OEG. 1961. Der Anlass ist klar, der Herr daneben tut heute nichts mehr zur Sache.

Zu den Bahnhöfen in Weinheim gen Osten, nach Mannheim gen Westen. Später nach Heidelberg, Ho-Ho-Hotschi-Min, nur am Rande. Die Altstadt, ihr versteht. Zum Nationaltheater Mannheim, den Kinos, den Stones im Eisstadion. Ich habe was weiß ich wie viele Dinge geschrieben in dem O_E_wigem_G_ewackel. Gelesen, hunderte von Büchern, Zeitungen. Geknutscht, gelacht, geheult (heimlich). Zur Arbeit gefahren, 30 Jahre lang. Als es ging mit dem Rad d’rin. Ich hatte Wochenkarten, Monatskarten, nicht immer von Viernheim aus, Jahreskarten, heute die Karte ab 60, die Flat.
Die Schienen liegen am Elternhaus jetzt 200 m südlich, die Haltestelle heißt Kapellenberg. Seit 3 Jahren nutze ich sie wieder. 12 Minuten brauche ich hin. Es ist jetzt die Linie 5 des RNV. Die Geschichte der Oberrheinische Eisenbahn-Gesellschaft ist hier nachzulesen.
Die 5 verbindet die drei (zeitweiligen) Hauptstädte der wittelsbachischen Kurpfalz, Weinheim, Heidelberg und Mannheim, mit den Gemeinden dazwischen, samt unserem hessischen Viernheim. Sie könnte also mit Fug und Recht blauweiß-gerautet umherfahren, tut sie nicht, sie ist heutzutage Corporate-Orange. Andere Regionen haben U-Bahn, wir haben die 5. Was erwartet ihr auch von einer Metropol_Hauptstadt, in der das Auto, das Fahrrad und der Bulldog erfunden wurde?
Für mich verbindet sie immer noch die Bahnhöfe, die Theater, die Bibliotheken, die Parks, was weiß ich was alles.
Die 5 vor dem Nationaltheater Mannheim
Die 5 vor dem Nationaltheater Mannheim

Und warum schreibe ich das alles hier, im Ausflugs-Blog? Ich hatte das Blog ja angelegt, weil ich was haben wollte, um als Burgenblogger zu üben und das im Litearturteil doch seltsam angemutet hätte, auf Dauer. Nun, bei der Planung zu meinen Burgentrips hier, die gibt es nämlich nicht nur im Mittelrheintal, fiel mir auf, dass diese 5, die alte Tante OEG 8 Burgen und Schlösser verbindet, an ihnen vorbeifährt, bis auf 2 kann man sie im Fahren bewundern. Nein, die RNV wird das nicht bewerben. Die 5 ist fast immer voll. Touristen braucht sie nicht auch noch. Aber Euch verrate ich es doch! 🙂
Seit vorhin habe ich auch alle hier im Blog bepostet. Nein, das ist kein Reiseführer, aber die gibt es zu Hauf, findet ihr beim großen Kuckel. Aber eine Burgschloss-Bepostung nur hier. Wir machen Content, gelle? So Storytelling, nachhaltig, nein das war nie auf Snapchat, ob es da Pokegeister gibt?
Oder, oder?

Wir beginnen in Mannheim. Das Schloss.
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Schloss Mannheim Seckenheim.
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Das Schloss in Edingen-Neckarhausen.
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Das Heidelberger Schloss.

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Die Tiefburg in Heidelberg-Handschusheim
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Die Strahlenburg in Schriesheim.
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In Weinheim übertreiben sie, wie so oft.
Die Windeck
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Die Wachenburg.wach_oeg

Alles nur für das Protokoll. Nein, nein Touriwerbung ist das keine. Keine PR, kein Marketing. So einfache Sachen kapieren die Agenten in ihren Touren meist nicht!

Wenn ihr mal so mit der 5 mitfahren wollt hat die RNV ein Video auf Youtube gestellt. Wie gesagt, die müssen dafür keine Werbung machen. Die 5 ist eh dauernd mehr als voll! Das mit den Geflüchteten lassen wir hier auch weg. Die fahren einfach auch mit, wie wir auch. Es gab Zeiten da waren die Bahnen eben noch voller. Tja nun, der ganze Irrsinn eben. Aber interessanter ist es seit dem….

Im Video selbst sieht man eigentlich nur das Mannheimer Schloss. Die Kamera ist starr auf die Schienen gerichtet, aus der Fahrerkabine.

Ich schreib‘ mal auf, wo ihr eure Köpfe auf einer echten Fahrt drehen müsstet, außer in Handschuhsheim, da müsst ihr aussteigen!

Mannheim 00:17:29 bis 0017:40
Seckenheim 00:41:30
Neckarhausen 00.46:54
Heidelberg 01:10:00 (Man beachte die Beflaggung zum Heidelberger Frühling 🙂
Handschuhsheim 01:17:00
Strahlenburg 01:36:00
Weinheim 01:54:00

Meine Haltestelle Kapellenberg gibt es an 02:18:00

Der Film ist im Frühling gedreht. Der Blütenporn der Bergstraße samt Weinbergen direkt an der Schiene gibt es von 01:40:00 bis 01:40:00 bis 48.

Jo, schnell ist das nicht, das ist halt eine Straßenbahn und außer dem Fahrer fährt selten jemand ganz im Kreis herum mit. Was ihr habt mich schon gesehen? 🙂

Tourist sollst du sein,
oder: Der Fluch des Mikelbower!

Erstmals veröffentlicht wohl 07/2001, aber älter, als der Zwang „Urlaub“ zu machen noch stark war, entstanden auf dem Marktplatz in Heidelberg. In der Zeit, als ich nur im Dialekt schrieb und ja, so sah 2001 meine Homepage aus.

fluch
Was da denn heißt:

Der Fluch des Mikelbower

Tourist sollst Du sein in deiner Heimatstadt
(Kinder im Preis oft inbegriffen)
Auf ewig in Halbpension,
Abgegriffen, abkassiert, Heimatabendkastriert.

Tourist sollst du sein wo immer du auch bist
Selbst am Brunnen vor jenem Tor
Auf ewig in Halbpension
Du Herzilein, mein Schornstein ist rein.


Tourist sollst du sein,
oder: Der Fluch des Mikelbower!
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Ach 2016 beginnt auf dem Rad..

Weil Anne Aschenbrenner aus Wien ihr „Mit ohne Auto“ Blog (wieder) aktivierte und auf Twitter darauf hinwies

erinnerte ich mich auch an mein „Ausflugsblog“ hier. Die Saison beginnt ja langsam, die ersten sonnigen Tage werden genutzt, um nachzusehen, ob noch alles da ist, nach dem Winter. 🙂 Ich weiß, kann man hier alles nachlesen, eigentlich..
Endlich wieder Mannheim per Rad erleben, der Wasserturm sprudelt wieder

Am Wasserturm Mannheim mit Blick auf die Jugendstil-Arkaden
Am Wasserturm Mannheim mit Blick auf die Jugendstil-Arkaden

Dann natürlich die Minitour in die Nachbarstadt gen Osten, in der ich 40 Jahre arbeitete.. Ach 2016 beginnt auf dem Rad.. weiterlesen

Sigges


Michael Bauer
wie de Sigges in Hammelbach doud gonge is

Alles weje denne Niwelunge ähm Schatz un dem Pe-Eff

Ein Streit in zehn Uffreigunge uf Vännemarisch
in fast lyrischen Texten.

entstanden in 2012 – 0,99 €

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In einer fernen, fiktiven Zukunft sprechen Volker, Siegfried, auch Sigges genannt, den Dialekt des heutigen Nibelungenlandes von Worms in den vorderen Odenwald hinein, fast gänzlich abgedeckt durch den hessischen Landkreis Bergstraße, und wollen, wie einst, in den Odenwald zur Jagd. Von Worms über den Rhein reiten sie von der Weschnitzmündung bei Biblis nach Hammelbach zur Quelle, des Autors Siegfried-Brunnen. Das Atomkraftwerk Biblis ist nicht zurückgebaut und die Sage, dass dort zwei Dracheneier vom Drachenvolk bewacht werden, hält das Volk vom strahlenden Atommüll ab. Aber im Odenwald hausen auch die Nibelungen, die unter der Tromm i Schwerter für den Großfürst iEppl schmieden.
In zehn kurzen „Uffgereigheiten“ streiten sich die Drei, wie einst und heute um die zweite deutsche Lautverschiebung und den Schatz der Nibelungen. An zehn Schauplätzen: Biblis, Lorsch, Weinheim, Birkenau, Rimbach, Fürth, Weschnitz und Hammelbach gibt es kurze Statements, bis das augenzwinkernde Drama sein bekanntes Ende nimmt. Ein klitze kleines Stück der Nibelungensaga auf Kurpfälzisch, als Erkenntnis, dass wir Menschen im Grunde immer gleich bleiben, im Guten, wie im Schlechten.

Schloss Berckheim und der Hermannshof

Eigentlich war ich nur einkaufen. Hygiensiches für die Trier-Reise übermorgen, aber meine neuen Schuheinlagen vom Ortopädiehaus waren auch abzuholen. Die lasse ich gerne in Weinheim fertigen. Mein Arbeitgeber-in-Altersteilzeit hieß mich dort die Sicherheitsschuhe mit Einlagen zu versehen und ich fand das Ergebnis samt Service gut. Aber solche Sohlen wollen getestet und eingelaufen sein. Also, kein Rad heute, sondern ein Bummel durch Weinheim. Kein Ausflug, nur ein Spaziergang, durch die Stadt in der ich 37 Jahre arbeitete. Die Weinheim-Gallerie, ein dieser, äh, modernen Malls mit dem Drogisten innendrin erspare ich uns. Aber dann.
In Richtung Marktplatz ein Blick auf die Windeck, die hatten wir ja schon hier besprochen.

Dort das Wappen des Deutschmeisterordinärs Franz Luwig von Pfalz-Neuburg,

der eine erstaunliche Machtfülle hatte, Bischof, Kürfürst in Trier, Mainz, Reichskanzler und noch nicht einmal zum Bischof geweiht. Hängt am ehemaligen Kloster der Deutschmänner, das heute Heimatmuseum ist. Da hängt allerhand interessantes Zeug drin, aber das hat heute zu.
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www Weinheim Windeck Wachenburg


Ich kann nicht über Weinheim mit seinen zwei Burgen bloggen, ohne dass dies eine mittlere Autobiographie würde, so um die 1000 Normseiten. Ja gut, ein wenig hab ich ja schon geschrieben über das Milliardendorf Weinheim:) Ich habe heute Morgen schon 4 Entwürfe dorthin geschickt, wohin gelöschte Dateien gehen. Die zwei Burgen waren immer da. 37 Jahre lang hingen sie bildlich gesprochen über meinen Arbeitsplätzen. Morgens im Nebel, abends im Scheinwerferlicht, nachts dunkel, oft mit dem Mond streitend. Höre ich das Wort Stadt, dann blitzt Mannheim auf, bei Fluss ist es der Neckar, bei Bach die Weschnitz und bei Burg die Windeck.

Das war schon als Kind so. Die Windeck war minestens zwei mal im Jahr Ausflugsziel. Vielleicht schreibe ich das doch einmal, aber nicht als Blogbeitrag über Burgen. Nur so viel: Weinheim ist eine der schönsten Städte Deutschlands, für mich wenigstens und ja, ich kenne sehr wohl die Weststadt samt Stahlbad. In Weinheim wurde das Schneewittchen geschrieben. Doch. Von einem anderen Grimm. Malerisch in der Landschaft liegt auch Schloss, der Hermannshof, der Exotenwald, der Marktplatz. www Weinheim Windeck Wachenburg weiterlesen

Blütenrausch

Das Wetter ist natürlich nicht so gut, aber gerade explodiert die Natur und versetzt den Besucher des Weinheimer Hermannshof in einen wahren Blütenrausch. ICH kann das mit dem Handy gar nicht so gut einfangen, aber ihr vielleicht?

Sogar Taschentuch-Bäume gibt es da

und chinesische Glycinien..

Also ab mit Euch! Infos gibt es hier.